Der Zugang des Autors dieser Arbeit zu diesem Thema ergab sich aus der Diskussion mit seiner Großmutter, als er zufällig die Fernsehübertragung aus dem Parlament verfolgte, in der es um die Entschädigung der so genannten „Trümmerfrauen“ ging.
Seminararbeit Nr. 113 |
3,838 Wörter (
ca. 9.6 Seiten ) |
12 Quellen |
2006
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Inhaltsangabe
In der Auseinandersetzung mit dieser Problematik entwickelte sich die Frage, die es in dieser Arbeit zu beantworten gilt: Wie veränderte sich die wirtschaftliche uns soziale Lebenssituation (gemeint ist damit auch die Rolle) der Frau im Zeitraum von 1945 – 1968?
Aus dieser Fragestellung heraus entwickelte der Autor seine Hypothese, dass das Spektrum der Frauenrolle von der „Trümmerfrau“ der Nachkriegszeit über das Idealbild der Hausfrau und Mutter in den 50er Jahren zur emanzipierten jungen Frau der späten 60er Jahre reicht und sich zudem das Rollenbild – bedingt durch die individuelle wirtschaftliche Situation – in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten verschieden ausgeprägt zeigen müsste. In den Bildern unserer Welt lassen sich unsere Weltbilder erkennen. In historischen Abbildungen
begegnet uns die Vorstellung, die die Gesellschaft von sich hat. Dies gilt in besonderem Maße für die Werbung, die uns ständig umgibt und zur Stellungnahme herausfordert.
Die vorliegende Arbeit bezieht sich u.a. auf das Frauenbild in westdeutscher Werbung der 50er und 60er Jahre. Diese Epoche deutscher Geschichte ist für eine geschichtswissenschaftliche Darstellung der Wirtschaftswerbung besonders interessant, weil anhand der Werbung Wandlungsprozesse im Frauenbild beobachtet werden können. Der Autor hat dazu zwei Bilder zum Vergleich herangezogen. Das erste Bild zeigt eine Situation in den ersten Nachkriegsjahren, als Europa, insbesondere Deutschland und Österreich, ein Land der Frauen war. Wie nie zuvor standen Frauen im öffentlichen Leben. Als Straßenbahnschaffnerinnen, als Familienvorstände, als Trümmerfrauen, die wieder aufbauten, was die Männer im Krieg zerstört hatten.
Im Gegensatz dazu die Werbeanzeige einige Jahre später, die Wunsch statt Wirklichkeit abbildete. Die Frau auf dem Werbefoto lächelte dem Betrachter verführerisch und ein bisschen dümmlich als „Häschen“ zu. Die Werbung transportierte in den 50er Jahren offenbar ein Frauenbild, das wenige Jahre zuvor nicht denkbar gewesen wäre: Frauen hatten hübsch zu sein, die Ehe anzustreben und sich in ihre Hausfrauenrolle zu fügen. Ob es sich dabei um eine Zurückdrängung handelte oder die Frauen bereitwillig ihre alte Rolle akzeptierten, kann der Autor in dieser Arbeit nicht beantworten.
Outline:
Einleitung
Die Nachkriegszeit – Sehnsucht nach Geborgenheit und Gemütlichkeit im eigenen Heim
Hausarbeit in den vierziger und frühen fünfziger Jahren (1945 – 1955)
Die Frau als Mutter, Hausfrau und „Herzeige Objekt“
Ehe und Familie – Ideale geraten in Bewegung
Das Rollenbild der (berufstätigen) Frau
Leben, Schönheit und Konsum im "Wirtschaftswunder"
Neue Materialien – Neue Mode – Der Wunsch nach Internationalität
Wie „Frau“ wohnte
Kino, TV, Sport und Urlaub
Zusammenfassung
Anhang (Abbildungen)
Literatur
Textauszug
''Die weibliche Berufstätigkeit außerhalb der Familie wird als notwendiges Übel der Zeit betrachtet, das mit allen Mitteln abzuschaffen ist. Sie wird als etwas zeitlich Begrenztes angesehen, das durch die widrigen Umstände und die Notwendigkeit der Nachkriegszeit notwendig geworden war. In der Nachkriegszeit hatte die Hausarbeit einen außerordentlich hohen Stellenwert, sowohl in materieller als auch in ideeller Hinsicht. Durch eine geschickte Haushaltsführung konnte die Hausfrau einen großen Beitrag zur Versorgung und zum besseren Überleben der Familie beitragen. Die Themen „Hausfrauenhilfe“ und „praktische Tipps für Haushalt und Garten“ nehmen viel Platz in den Frauenzeitschriften der damaligen Zeit ein. Hausarbeit wird nicht nur für das Überleben der Familie als unentbehrlich erachtet, sondern auch die ideelle Funktion wird betont. In dieser Zeit beginnt auch die Technisierung des Haushaltes. Gegen Mitte der fünfziger Jahre avancierte der Kühlschrank zum Wunschtraum der österreichischen Durchschnittsfamilie schlechthin und zählte neben Fernseher und Waschmaschine zu den begehrtesten Statussymbolen.
1955 befanden sich in den österreichischen Haushalten bereits 77.500 Kühlschränke und bis 1970 hatte sich diese Zahl mehr als verdoppelt.Innerhalb zweier Jahrzehnte war aus dem begehrten
Luxusgegenstand ein alltägliches Haushaltsgerät geworden und obwohl ein Kühlschrank 1955 damals noch das gesamte Monatseinkommen eines Normalverdieners kostete und damit fast
genauso unerreichbar wie ein Urlaub war, sparten viele auf ihren ersten „Bosch“. Schließlich wich Anfang der fünfziger Jahre die Unsicherheit und Apathie der ersten Nachkriegsjahre aus den
Köpfen der Deutschen und Österreicher.''
Tags:Soziologie
Insbesondere unter dem Stichwort der Doppelfunktion Sozialer Arbeit als Hilfe und Kontrolle lernen Fachkräfte die Grenzen der Freiwilligkeit von Klienten kennen.
Hauptseminararbeit Nr. 189 |
4,800 Wörter (
ca. 12 Seiten ) |
18 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Die Sozialarbeiter müssen diesen Dauerspagat vollführen mit dem Ziel eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung mit den Klienten aufzubauen und der Erfüllung des öffentlichen Kontrollauftrages. In der Literatur spricht man vom Charakter eines „Trialogs“ oder „Multilogs“. Berater in der Sozialen Arbeit orientieren sich häufig an den Basisvariablen Kongruenz (Echtheit), Akzeptanz (positive Wertschätzung) und Empathie (Einfühlen). Diese Grundhaltungen spielen eine wesentliche Rolle in der gesamten Sozialen Arbeit, nicht nur im Rahmen des Klienten zentrierten Ansatzes. Es sind keine erlernbaren Techniken oder Methoden. Es sind Grundhaltungen und daher wesentlich komplexer als konkret beschreibbare Handlungsschritte.
Textauszug
Wohlgestaltete Akzeptanz, Empathie und Authentizität bilden das Fundament, auf dem Kommunikation stattfindet. Empirische Untersuchungen haben belegt, dass insbesondere die Korrelation aus Akzeptanz und Verstehen ein Hauptaspekt der Beratung ist. Diese beiden Grundhaltungen wirken, wenn der Berater sie während des Beratungsgespräches erfüllt, unter der Prämisse ihrer Authentizität in besonderer Weise zusammen. Sie bedingen einander, da Akzeptanz nicht ohne Verständnis und Verständnis nicht ohne Akzeptanz wirksam werden.
Tags:Sozialarbeiter, öffentlicher Kontrollauftrag, Soziale Arbeit, Trialog, Multilog, Basisvariable Kongruenz
In Österreich sind bereits 460 000 Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen, das sind 15.5%, wobei diese Zahl stetig ansteigt; nicht zuletzt wegen der Weltwirtschaftskrise.
Essay Nr. 104 |
1,499 Wörter (
ca. 3.7 Seiten ) |
14 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
In diesem Essay geht der Verfasser verstärkt auf die soziale Reaktion zur offensichtlichen Armut (sei es durch Bettler oder Spendenaufforderungen) der Gesellschaft ein und somit auch auf die Frage der sozialen Ungleichheit und der gesellschaftlichen Schichtung. Während diese Themen angegangen werden, fragt die Arbeit nach Auswegen bzw. Ideen für Auswege aus der Armut, der man nur zusammen entkommen könne, als eine gemeinsame Gesellschaft.
Outline:
Einleitung
Definition von sozialer Ungleichheit und der daraus folgenden Armut
Armutsgefährdung in Österreich
Die Reaktion der Gesellschaft auf die Konfrontation mit Armut
Wege zur Bekämpfung der Armut
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Seit Jahrhunderten sind manche Menschen besser als andere gestellt, dies begann bereits in der Antike, in der Sklaven unter schlechteren Umständen lebten als Bürger. Wesentlich kann zusammengefasst werden, dass die soziale Ungleichheit mit dem Einführen von Besitz entstand und durch die Industrialisierung ein noch breiterer Abstand zwischen „Arm“ und „Reich“ gebildet wurde.
In einem Land wie Österreich schien Armut jedoch bis 1990 als
„peripheres, ein fremdes Thema, möglicherweise andernorts in fernen Ländern oder Kontinenten, nicht aber bei uns beheimatet. Armut und Armutsforschung wurden von Politik und Wissenschaft gleichermaßen nahezu ignoriert“ (Stelzer-Orthofer 2008, S. 33).
Durch die steigende Arbeitslosigkeit und vor allem mittels der Initiativen der Europäischen Union, welche beim Lissaboner Gipfel 2000 zu einer „Wende in der europäischen Politik gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ geführt haben, wurde das Thema Armut und Armutsbekämpfung in Österreich in die politische und sozialwissenschaftliche Diskussion miteinbezogen und somit aus derer Abstinenz in die Öffentlichkeit gezogen (Hartmann 2002, S.165).''
Tags:Politik, Wirtschaftskrise, Austria, Europa
Erlebnisorientierte Bewegungshandlungen, Zielbereich: das Akzeptieren sozialer Regeln, Kräftigung, Spaß.
In dieser Arbeit geht es um eine Unterrichtsstunde mit dem Thema: ''Miteinander kämpfen, raufen und rangeln''.
Studienarbeit Nr. 110 |
2,085 Wörter (
ca. 5.2 Seiten ) |
6 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Ziel dieser Arbeit ist das Akzeptieren sozialer Regeln, Kräftigung, Spaß durch erlebnisorientierte Bewegungshandlungen.
Kinder leben in jedem Alter das Bedürfnis nach körperlichem Kontakt über das Rangeln und Raufen aus, überall kann man Kinder beim Toben und miteinander Kämpfen beobachten. Aufgrund der entwicklungsbedingt noch fehlenden Möglichkeiten, Konflikte und Streit auf kognitiver Ebene auszutragen, ist die körperliche Auseinandersetzung immer schon ein Mittel gewesen, Kräfte zu messen und sich durchzusetzen. Raufereien im öffentlichen Bereich haben nicht zugenommen, allerdings hat sich die Qualität der körperlichen Auseinandersetzungen verändert: die Hemmschwellen sind gesunken, ungeschriebene Gesetze werden übertreten, der Kampf ist nicht beendet, wenn jemand wehrlos am Boden liegt. Deshalb ist es wichtig, schon den Kindern die Grenzen aufzuzeigen. Kleinere Raufereien und Balgereien zwischen Kindern sind etwas Natürliches, aber sie dürfen nicht ausarten. Kinder müssen wissen, wann es genug ist; sie dürfen nicht dem anderen absichtlich sehr wehtun wollen. Behandelt man das Thema „Kämpfen, Raufen und Rangeln“ z.B. im Sportunterricht, können sich die Kinder zwar in gewohnter Weise austoben, müssen sich dabei aber an bestimmte Regeln halten. Ziel muss es sein, diese Regeln auch ins „echte Leben“ zu übertragen.
Textauszug
''Kinder werden ständig mit dem Thema „Kämpfen“ konfrontiert. Sei es im Fernsehen, in (Trick)Filmen, in Computerspielen etc. Darüber hinaus prägen die sportlichen Zweikämpfe der Erwachsenen das Sportprogramm, weshalb sie den Kindern ebenfalls bestens bekannt sind. Sie haben das Kämpfen aber auch schon oft am eigenen Leib erfahren. In den Rangeleien und Raufereien der Kinder geht es keineswegs immer um Gewalt und Aggression. In der Regel wird es als etwas Aufregendes erlebt. Kinder haben eine grundlegende Affinität zu Herausforderungen und anregenden Situationen. Kinder wollen ihre Grenzen entdecken und überwinden. Oftmals suchen sie deshalb auch den direkten Körperkontakt, wollen Raufen und Balgen. Dadurch können sie einerseits ihre Kräfte und ihr Können messen und andererseits die Spannung erleben, wenn sie an ihre Grenzen stoßen. Sie nehmen Herausforderungen mit einer natürlichen Lust an, finden dabei die eigenen Grenzen, lernen sie kennen sowie einschätzen und wachsen über sie hinaus.''
Tags:Sport, Kinder, Erziehung
Die Arbeit zeigt auf, in welchem Verhältnis die Geschlechternormen, welche im Prozess der Sozialisation erlernt werden, zur queeren Bildung stehen und inwiefern diese Normen durch die Bildungstheorie einer kritischen Revision unterzogen werden.
Seminararbeit Nr. 78 |
6,480 Wörter (
ca. 16.2 Seiten ) |
20 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Im späten 19. Jahrhundert tauchte erstmals der Begriff Feminismus auf und bezeichnete das Engagement von Frauen, sich gegen gesellschaftliche Ungleichheiten zu wehren. Damit ging die Kritik patriarchaler Strukturen einher. Im Zuge der Fokussierung des Feminismus in der Wissenschaft kam es mehr und mehr zu eigenen Theoriebildungen bezüglich der Frage nach Geschlecht und Geschlechtsidentität im Allgemeinen.
Im feministischen Diskurs hat sich in den letzten Jahren immer mehr die Auffassung durchgesetzt, dass hinter dem Geschlecht weniger eine natürliche, binär geteilte Ordnung zu sehen ist, als viel mehr ein soziales Konstrukt. Während frühere Geschlechtertheorien eher auf individuelle Eigenschaften von Frauen und Männern abzielten, geht es in der neueren Forschung darum, das Geschlecht an sich zu thematisieren und es demnach nicht als etwas Gegebenes, sondern etwas, das gemacht wird, zu beschreiben. Untersucht wird also dabei die Zweigeschlechtlichkeit selbst, als Produkt sozialer bzw. gesellschaftlicher Konstruktionen (vgl. Wetterer, S. 122). Die Arbeit soll von diesen Theorien geleitet werden.
Im Laufe ihrer Entwicklung und Sozialisation als phasenweise Anpassung eines Individuums an gesellschaftliche Rollen- und Verhaltenserwartungen werden von Kindern bestimmte Normen in Bezug auf die Kategorie Geschlecht erlernt.
Zunächst setzt sich der Autor in Anlehnung an Regina Gildemeister und Hagemann-White mit der geschlechtsspezifischen Sozialisation auseinander, um anschließend diese Normen zu beschreiben. Ausgehend davon beschreibt er die Kritik an diesen Normen. Dazu bezieht er sich auf die Theorie von Judith Butler.
Das sind notwendige Vorüberlegungen zur eigentlichen Fragestellung: Welches Ziel verfolgt eine queere Bildung, und was sind ihre Inhalte? Der Autor will den Zusammenhang zwischen der Frage was Kinder über Geschlecht lernen, zwischen der Kritik an diesen Normen bzw. einzwängenden Identitätsbildungen und dem Konzept einer postfeministischen Bildungstheorie bzw. queerer Bildung darstellen.
Die Grundlage der Arbeit bildet eine umfangreiche Literaturrecherche mit anschließender Analyse der Literatur im Hinblick auf die Frage welche Geschlechternormen vorhanden sind und - im Bildungskontext - was die Ziele einer queeren Bildung sind.
Dabei geht der Autor vorerst auf die Überlegungen von Regina Gildemeister und Carol Hagemann-White zur geschlechtsspezifischen Sozialisation ein. Anschließend wird mit dem Text von Angelika Paseka "Wie Kinder zu Mädchen und Buben werden" gearbeitet, in welchem die Normen im Bezug auf das Geschlecht thematisiert werden. Daran anknüpfend geht es um die theoretische Position Judith Butlers aus ihrem berühmten und viel rezipierten Werk "Das Unbehangen der Geschlechter". Im bildungstheoretischen Kontext dient als Grundlage die Monographie von Gesa Heinrichs Bildung – Identität – Geschlecht, sowie das Werk von Annemarie Jagose Queer Theory. Zum Thema "Queere Bildung" dient der gleichnamige Aufsatz von Gesa Heinrichs und Katharina Pewny.
Die Arbeit gliedert sich grob in drei Kapitel. Neben der Einleitung liefert das erste Kapitel zwei wichtige theoretische Grundlagen. Der zweite Teil behandelt neben den allgemeinen Überlegungen zur Sozialisation vor allem die geschlechtsspezifische Sozialisation. Daran anknüpfend werden dann zusammenfassend die in der gewählten Literatur genannten Normen vorgestellt, die Kinder im Laufe ihrer Entwicklung aufnehmen und erlernen.
Das dritte Kapitel hat der Autor ''Eine Kirtik der Gendernormen'' genannt.
Darin wird versucht einen Einblick in die Theorie Judith Butlers zu geben, die als eine der Haupttheoretikerin der konstruktivistischen Theorie von Geschlecht gilt. Im vierten Kapitel geht es dann schließlich um das Konzept der Queer Theory und einer queeren Bildung. Im Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst.
Outline:
Einleitung
Sozialisation und Geschlechternormen
Allgemeine Überlegungen zur Sozialisation
Geschlechtsspezifische Sozialisation
Geschlechternormen im Kinderalter
Eine Kritik der Gendernormen
Alles ist sozial konstruiert – auch der Geschlechtskörper
Geschlechter im Bildungstheoretischen Diskurs
Queer – Versuch einer Begriffsbestimmung
Ziele und Potentiale der queeren Bildung
Schlussbemerkungen
Literaturliste
Textauszug
''Der französische Soziologe Emile Durkheim hat den Begriff der Sozialisation als einer der ersten in die Wissenschaftssprache eingeführt.
Er setzte ihn in enge Beziehung zum Begriff Erziehung, indem er Erziehung als das wichtigste gesellschaftliche Mittel der Sozialisation des menschlichen Nachwuchses bezeichnete, durch das die bei der Geburt „assozialen“ menschlichen Wesen zum „sozialen Leben“ geführt wurden (Durkheim 1907/72, S.30).
Sozialisation wird als einer der Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft von Werner Helsper folgendermaßen beschrieben:
„Sozialisation bezeichnet den Gesamtzusammenhang der kognitiven, sprachlichen, emotionalen und motivationalen Entstehung und lebenslangen Veränderung der Person im Rahmen sozialer, interaktiver und gegenständlicher Einflüsse. Sozialisation ist dabei ein aktiver Prozess der Auseinandersetzung. Die Auseinandersetzungsmöglichkeit der Person mit den äußeren Verhältnissen ist aber selbst ein Ergebnis der Sozialisationsprozesse und kann darin auch beeinträchtigt werden“ (Helsper 2006, S. 80).
Das heißt: Der Prozess der Sozialisation beinhaltet eine Vergesellschaftung, im Verlauf welcher das Individuum zum Mitglied einer Gesellschaft wird. Es wird zum Mitträger einer Kultur, so dass das alltägliche Verhalten für die meisten Lebenssituationen im Einzelnen sozial programmiert ist.
„Sozialisation geschieht in einer aktiven Auseinandersetzung mit seiner materiellen wie sozialen Umwelt“ (Faulstich-Wieland 1999, S. 49).
Die Gesellschaft wirkt im Prozess der Sozialisation als Ganzes auf das Individuum ein. Hierbei werden Normen, Werte, Gewohnheiten, Verhaltensregeln und Pflichten vermittelt. Häufig geschieht die Vermittlung innerhalb der Interaktion mit Gleichaltrigen. Individuen neigen dazu, sich entsprechend den Werten und Normen der Gesellschaft zu verhalten. Der Mensch ist also nicht von Geburt an ein Mitglied der Gesellschaft, sondern muss erst dazu gemacht werden.
Auch im Hinblick auf Geschlechtervorstellungen hat eine Gesellschaft ihre Normen und Wertvorstellungen. Nun soll insbesondere die geschlechtsspezifische Sozialisation thematisiert werden.''
Tags:Psychologie, Biologie, Erziehungswissenschaften, Pädagogik
Harold Pinter ist häufig als Meister des dramaturgischen Schweigens gepriesen worden. Diese Hauptseminarsarbeit untersucht die Macht dieses kommunikativen Phänomens am Beispiel seines Stückes "Silence".
Hauptseminararbeit Nr. 177 |
5,270 Wörter (
ca. 13.2 Seiten ) |
5 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Der aktuelle Stand der Forschung betont nachdrücklich die Mehrdeutigkeit des Schweigens. So ist es in erster Linie kulturbedingt, innerhalb einer jeden Kultur jedoch zusätzlich als soziales Handlungsmuster, situations- und themenbedingtes Schweigen, religiös-rituelles Schweigen, Schweigen im Volksglauben, interaktionales sowie rollenbedingtes Schweigen anzutreffen.
Überdies tritt es als Hemmung und Strategie auf, wobei wiederum eine Untergliederung vorzunehmen ist, die das Schweigen als gestörte Kommunikation ausweist: neben affektiven Performanzstörungen, die zumeist auf starke Gefühlsregungen wie Angst, Verblüffung, Wut und Trauer zurückgehen und eine Lähmung bzw. das unvermittelte Aussetzen der Redefunktion zur Folge haben, gilt es gleichermaßen, Redeängsten Rechnung zu tragen, welche sich aus Minderwertigkeitskomplexen, einem unvorteilhaften Selbstbild und einer generell resignativ und labil ausgeprägten Persönlichkeitsstruktur speisen; ferner sind Beziehungsstörungen zu nennen, die aus dem mangelnden Interesse an einer Konversation erwachsen oder aber aus Vorbehalten gegenüber dem Gesprächspartner resultieren, sodass sich im Schweigen eine Art von Abwehrmechanismus bzw. Schutzfunktion manifestiert; ebenso sollte der Einfluss kognitiver Unzulänglichkeiten Erwähnung finden, die sich etwa in der Position des Touristen, des Fremdsprachenlerners, des Gastarbeiters oder des Immigrantenkindes äußern, gleichermaßen aber die spürbare Benachteiligung betreffen, mit der Dialektsprecher innerhalb ihrer eigenen Muttersprache zu kämpfen haben; abschließend sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass Schweigen auch einer psychologischen Symptomatik geschuldet sein kann, wie sie etwa bei Neurosen oder Depressionen üblich ist.
Um es darüber hinaus als kommunikatives Schweigen zu kennzeichnen, bedarf es der Anführung folgender Aspekte: Bewusstseinsgrad und Intentionalität (nur schwer nachvollziehbar), Schweigen als Element nonverbaler Kommunikation (von Gestik, Mimik und Körpersprache begleitet, welche Deutung und Verständnis erleichtern; Systematisierung: a) linkage function – Verbindung oder Isolation, b) affecting function – Heilung oder Verletzung, c) revelational function – Offenbarung oder Verdeckung, d) judgemental function – Zustimmung oder Ablehnung, e) activating function – kommunikative Aktivität = Nachdenken oder Passivität = Vorsichhinträumen), Schweigen als Persönlichkeitsindikator (Versuch, Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Schweigenden zu ziehen).
Freilich wird zu prüfen sein, zu welchem Grade jeder dieser Punkte in eine Gesamtanalyse eingearbeitet werden und letztlich zu einer erschöpfenden Auswertung des zu untersuchenden Textauszuges beitragen kann.
1. Schweigen - ein vielsagendes Phänomen
2. Das Schweigen bei Harold Pinter
3. Silence
4. Schlussbemerkung
Bibliographie
Tags:Rhetorik, Redeverhalten, Kommunikation, Schweigen, Verschweigen
Durch den Geburtenrückgang bestehen die Familien nicht mehr in der Form, wie sie früher üblich waren. Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, sind, was zeichnet eine Familie aus, was sind die Gründe für die Veränderung der Familienformen.
Vordiplom Nr. 41 |
10,925 Wörter (
ca. 27.3 Seiten ) |
10 Quellen |
2006
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Inhaltsangabe
„Deutschland schrumpft weiter – mehr Todesfälle als Neugeborene“. Der Geburtenrückgang ist zur Zeit ein aktuelles Thema in den Medien. Laut dem Statistischen Bundesamt starben im letzen Jahr rund 144.000 Menschen mehr, als dass Kinder geboren wurden. Ab 2011 bis zum Jahr 2050 soll sich die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau konstant bei 1,4 Kindern halten. Damit es nicht zu einem Bevölkerungsrückgang kommt, wären jedoch mindestes 2,0 Kinder pro Frau nötig. Der Geburtenrückgang hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf den Bevölkerungsrückgang, sondern auch auf die Entwicklung der Familie, da diese aus mindestens einem Kind und einem Elternteil besteht.
Die vorliegende Hausarbeit „Wandel der Familienformen in Deutschland ab dem 18. Jahrhundert bis heute“, die im Rahmen der Vordiplomsprüfung im Bereich der Soziologie angefertigt wurde, beschäftigt sich mit diesen Fragen.
Der erste Punkt beschäftigt sich mit dem Begriff der „Familie“, da dieser zentral für die folgenden Punkte ist. Die Familie zeichnet sich durch ihre Zusammensetzung und Beiträge für die Gesellschaft aus.
Die Familie befindet sich in einem ständigen Wandlungsprozess. Um die Gegenwart und die weitere Entwicklung der Familie verstehen zu können, ist ein Blick auf die historische Situation der Familie von Bedeutung. Daher wird im dritten Punkt eine Übersicht über die Geschichte der Familie, von der bäuerlichen Familie bis heute gegeben.
Im vierten Punkt geht der Autor auf die Individualisierung ein. Der Prozess der Individualisierung begann in der Industrialisierung und prägte die Entwicklung der Familie und ihrer Formen maßgeblich.
Im letzten Punkt beschreibt er drei Familienformen. Die Kernfamilie, nicht-eheliche Lebensgemeinschaften und Ein-Elternfamilien sind heute häufig vertretene Formen.
Outline:
Einleitung
Der Begriff „Familie“
Kennzeichen der Familie
Funktion, Aufgabe und Leistung der Familie
Familie als soziales System
Familie als Institution
Historische Situation der Familie
Die bäuerliche Familie
Die bürgerliche Familie
Entwicklung der Familie ab dem 19. Jahrhundert
Individualisierung
Folgen der Individualisierung für das Individuum
Folgen der Individualisierung für Familien und Paare
Historische Situation der Individualität
Familienformen
Die Kernfamilie
Begriff der Kernfamilie
Historische Situation der Kernfamilie
Nicht-eheliche Lebensgemeinschaften
Begriff der nicht-ehelichen Lebensgemeinschaft
Historische Situation nicht-ehelicher-Lebensgemeinschaften
Ein-Eltern-Familien
Begriff der Ein-Eltern-Familie
Historische Situation der Ein-Eltern-Familien
Fazit
Literaturverzeichnis
Selbstständigkeitserklärung
Textauszug
''Der Begriff der Familie ist erst seit dem 18. Jahrhundert im deutschen Sprachraum vertreten. Spricht man von der „Familie“, so meint man nicht eine bestimmte Familie in Deutschland, sondern die Familie im Allgemeinen. Der Begriff der Familie bezeichnet ein objektivierbares, gesellschaftliches Strukturmuster, das von den Individuen einer Gesellschaft praktiziert wird. Dieses Strukturmuster wird im Alltag millionenfach als Familie praktiziert. Daher ist der Begriff der Familie ein Allgemeinbegriff einer überzeitlichen Gattung und nicht eine besondere historisch gebundene Form. Der Begriff der Familie hat sich im Laufe der Geschichte verändert. In der Regel bezeichnete der Begriff der Familie, dass die Familie durch Eheschließung ergänzt oder begründet ist. Dadurch entstand ein Verweisungszusammenhang von Ehe und Familie. Erst nach und nach bildete sich die Einsicht, dass dieser Verweisungszusammenhang in einer Familiendefinition nichts zu suchen hat, wenn diese mehr sein möchte, als eine bloße Zuschreibung des modernen, bürgerlichen Familientypus. So hat sich der Begriff der Familie im Laufe der Zeit geändert. Zuerst bestand eine Familie der Definition nach aus mehreren Kinder, dann nur aus mindestens einem Kind. Zuerst waren zwei Elternteile nötig, dann nur mindestens ein Elternteil, wobei jedoch unklar ist, ob vorausgesetzt wird, dass die biologischen Eltern miteinander verheiratet sind. Der Familienbegriff sollte aufgrund dieser Entwicklung alle Familienformen umfassen.'
Tags:Geburtenrückgang, Ehe, Sozialpädagogik, Familienpolitik
Gender bezeichnet zum einen die soziale Geschlechtsrolle beziehungsweise die sozialen Geschlechtsmerkmale. Es bezeichnet also alles, was in einer Kultur als typisch für ein bestimmtes Geschlecht angesehen wird.
Seminararbeit Nr. 128 |
3,462 Wörter (
ca. 8.7 Seiten ) |
17 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit geht es um Geschlechtsunterschiede in den kognitiven Leistungen. Man sollte sich vor Augen halten, dass diese auf dem räumlich-visuellen, quantitativ-analytischen und verbalen Sektor zwar in vielen Untersuchungen auftreten, von der Effektstärke her aber eher geringfügig sind. Es kommt die Frage auf, wieso Frauen in bestimmten Berufen, z.B. Technik und Physik, so massiv unterrepräsentiert sind. Die kognitiven Unterschiede zeigen sich häufig nur bei großen Stichproben und man kann davon ausgehen, dass sich die Verteilungen der Fähigkeiten in den beiden Populationen weitgehend überlappen. Je höher der Bildungsgrad von Menschen ist, sollten geschlechterspezifische Aspekte sowohl bei der Ausbildung als auch später bei der Anstellung keine entscheidenden Rollen mehr spielen. Der Autor geht in seiner Arbeit in sehr interessanter Weise darauf ein, wodurch diese vermeintlichen Unterschiede herbeigeführt werden und was dazu führen könnte, diese zu vermeiden.
Textauszug
Die begriffliche Trennung von sex und gender wurde nachfolgend sowohl in der feministischen Literatur aufgegriffen, als auch im Diskurs von und über Menschen, die „das Geschlecht“ wechseln wollten. Entsprechend führte Virginia Price in den 1970er Jahren den Begriff transgender ein. Dieser bezeichnet Menschen, die zwar ihre Geschlechtsrolle (gender role) wechseln wollten, weil ihre Geschlechtsidentität (gender identity) nicht ihrem sex entsprach, im Gegensatz zu „Transsexuellen“ aber auf einen Wechsel des sex (also eine genitalangleichende Operation) verzichteten. Allerdings hat sich der Gebrauch des Wortes Transgender verschoben; heute wird es als Überbegriff für alle verwandt, die ihre Geschlechtsrolle wechseln (wollen) oder deren Geschlechtsidentität nicht der ihnen, üblicherweise aufgrund ihres körperlichen Geschlechts, zugewiesenen Geschlechtsrolle entspricht.
Tags:Diskriminierung von Frauen, Beruf, Arbeit, Bildung
Italien geprägt von sozialen und politischen Konflikten, zu sehen im Kontext von globalen Auseinandersetzungen wie dem Kalten Krieg und theoretischen Streitigkeiten über Kapitalismus und Kommunismus.
Essay Nr. 47 |
4,020 Wörter (
ca. 10.1 Seiten ) |
13 Quellen |
2007
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Inhaltsangabe
Dieses Essay soll die Inhalte und Ergebnisse der Sitzungen zur Zeit der Revolte der Übung „Einführung in die zeitgenössische Geschichte Italiens: 1943-1992“ aus dem Sommersemester 2007 zusammenfassen und punktuell vertiefen.
Der Aufbau orientiert sich an den Themen der einzelnen Sitzungen, Methodisch sei der Hinweis erlaubt, dass jegliche Quellendokumentation dem Literaturverzeichnis zu entnehmen ist. Ein im Kontext des Essays thematisierter und in der Übung angesprochener Schwerpunkt stellt die Entführung Aldo Moros dar. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in den politischen Konflikten zwischen den verschiedenen Parteien und deren Versuch, sich zu einigen. Die Betrachtung Italiens ist hierbei besonders interessant aufgrund der Größe und Wirkkraft der Kommunisten Italiens. Die kommunistische Partei Italiens war die größte außerhalb des Ostblocks. Als Kern dieser Arbeit lässt sich daher der Machtkampf von konservativen und progressiven Kräften erkennen.
Outline:
Einleitung
Vom centro-sinistra zur Protestbewegung: 1960-1969
Von der Protestbewegung zum „Historischen Kompromiss“: 1970-1976
Die bleiernen Jahre Italiens: 1974-1980
Die Entführung Aldo Moros
Schlussbetrachtung Literaturverzeichnis
Textauszug
''Die wichtigsten politischen Phänomene in Italien gegen Ende der 1950er und den anfangenden 1960er Jahre waren einerseits das Auseinanderbrechen der Aktionseinheit der beiden großen linken Parteien, der Partito Comunista Italiano (PCI) und der Partito Socialista Italiano (PSI), seit 1956. Die offizielle Kündigung der seit 1948 bestehenden Aktionseinheit erfolgte 1957. Es blieb lediglich eine Beratungseinheit, patto di consultazione, übrig. Andererseits ist die Regierungsbeteiligung der PSI an einer Mitte-Links-Regierung, der centro-sinistra, unter der Führung der Democrazia Cristiana (DC), gebildet von Aldo Moro, als ein wichtiges Merkmal jener Zeit zu identifizieren.
Das Zustandekommen der centro-sinistra bedurfte auf beiden Seiten eines Umdenkens und wurde sowohl von internationalen Entwicklungen - so das Ende des Koreakrieges mit den nachfolgenden Veränderungen in der Sowjetunion - als auch durch das Ende des Pontifikats Pius XII. begünstigt. Der verstorbene Papst hatte nicht nur Faschismus und Nationalsozialismus zumindest wohlwollend unterstützt, sondern in der Nachkriegszeit auch eine aktive Antikommunismuspolitik zu Gunsten der DC praktiziert. Sein Nachfolger Papst Johannes XXIII. wurde 1958 gewählt, benötigte allerdings ein wenig Zeit, bis seine neuen Weisungen konkrete Gestalt annahmen. Weiterhin spielte in dieser Entwicklung auch die 1958 angekündigte UdSSR-Reise des Staatspräsidenten Gronchi eine Rolle. Sie wurde als ein innenpolitisches Signal für eine Öffnung nach links verstanden, auch wenn die Reise letztendlich auf öffentlichen Druck hin abgesagt wurde und unter dem Vorwand einer Erkrankung auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.
In diesem Kontext lösten sich die Regierung von Amintore Fanfani, einer Koalition aus DC und der Partito Socialista Democratio Italiano (PSDI) sowie die Regierung Antonio Segni, einer DC-Regierung, auf. Neuer Generalsekretär der DC wurde Aldo Moro. Diesem gelang es, die Partei mit seinen unterschiedlichen Strömungen nach links und rechts in den Griff zu bekommen. So war er einerseits zu der Erkenntnis gekommen, dass langfristig eine Beteiligung sowohl der Sozialisten als auch der Kommunisten unausweichlich ist. Andererseits hatte er zum Sturz Fanfanis beigetragen, indem er ihn von rechts angegriffen hatte. Zunächst galt es aber, die DC zu einen, um die verfeindeten Strömungen bzw. Blöcke innerhalb der Partei wieder zueinander zu führen. Zu diesem Zweck entstand 1960 eine alternativa di destra, geführt von Fernando Tambroni und unter Beteiligung der Movimento Sociale Italiano (MSI) und den Monarchisten. Diese Regierung währte allerdings nur bis Juli 1960. Die neofaschistische MSI hatte im Mai 1960 versucht, ihren Parteitag in Genua abzuhalten. In dieser Hochburg des Antifaschismus kam es zu großen Demonstrationen und Auseinandersetzungen mit der Polizei, in der Folge auch zu einem Generalstreik nicht nur in Genua, sondern auch in anderen Städten Norditaliens. Unter großem Jubel reisten die Neofaschisten letztendlich wieder ab und die Regierung Tambroni war gescheitert. Die alternativa di destra hatte sich hiermit als langfristig unmöglich erwiesen. ''
Tags:Aldo Moros, Folgen des Kalten Krieges, Politik
Kulturelle und politische Grundlagen sozialen Kapitals im Vergleich am Beispiel Schweiz.
An association between political decentralization and social capital for Swiss cantons. The paper obtains the strength of relationship between the two variables.
Hausarbeit Nr. 10 |
3,800 Wörter (
ca. 9.5 Seiten ) |
6 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Switzerland is recognized for its high level of direct democracy, citizens having the chance to participate directly in the process of decision making of public policies, to intend law initiatives, to amend ordinary laws or the Constitution, to submit referendums. Switzerland enjoys a strong federalism, with high degrees of decentralization at each of three federal levels. A high degree of political decentralization can boost social capital. The author intends in this Hausarbeit to observe if the level political decentralization in Switzerland is increasing the social capital, defined in terms of generalized trust, civic cooperation and social cohesiveness.
Outline:
Abstract
The Theory
The Research Design
Preliminary evidence
Results
Conclusion
Textauszug
''Decentralization is currently promoted in many countries for improving the performance of local governance. Even that only 25 of the world´ 193 countries have a federal political system, their citizens form 40 per cent of the world’s population. The degree of decentralization differs from country to country, some having a strong federalism, other a weacker one. Switzerland is an example of a country with a long-standing tradition of decentralized system for many purposes, including the direct participation of the citizens in the political process. The freedom of the 26 cantons to organize their local politic process is guaranteed by Constitution for the population of around 7 million people. This permits the system to be responsive to local priorities and interests. The distance between the local governance and citizens is much shorter than that one between federal governance and citizens. Being closer to the citizens, local governance knows better the coordinates of the local status, as an indicator for the local problems, interests and needs, thus, being able to provide the best adequate public policies. The accountability and transparency in policy-making brings together the local government and the citizens, strengthening their trust in local politicians and their trust in each other. ''
Tags:Politik, Verwaltungswissenschaften, Schweiz, decentralization Switzerland canton