Der Zugang des Autors dieser Arbeit zu diesem Thema ergab sich aus der Diskussion mit seiner Großmutter, als er zufällig die Fernsehübertragung aus dem Parlament verfolgte, in der es um die Entschädigung der so genannten „Trümmerfrauen“ ging.
Seminararbeit Nr. 113 |
3,838 Wörter (
ca. 9.6 Seiten ) |
12 Quellen |
2006
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Inhaltsangabe
In der Auseinandersetzung mit dieser Problematik entwickelte sich die Frage, die es in dieser Arbeit zu beantworten gilt: Wie veränderte sich die wirtschaftliche uns soziale Lebenssituation (gemeint ist damit auch die Rolle) der Frau im Zeitraum von 1945 – 1968?
Aus dieser Fragestellung heraus entwickelte der Autor seine Hypothese, dass das Spektrum der Frauenrolle von der „Trümmerfrau“ der Nachkriegszeit über das Idealbild der Hausfrau und Mutter in den 50er Jahren zur emanzipierten jungen Frau der späten 60er Jahre reicht und sich zudem das Rollenbild – bedingt durch die individuelle wirtschaftliche Situation – in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten verschieden ausgeprägt zeigen müsste. In den Bildern unserer Welt lassen sich unsere Weltbilder erkennen. In historischen Abbildungen
begegnet uns die Vorstellung, die die Gesellschaft von sich hat. Dies gilt in besonderem Maße für die Werbung, die uns ständig umgibt und zur Stellungnahme herausfordert.
Die vorliegende Arbeit bezieht sich u.a. auf das Frauenbild in westdeutscher Werbung der 50er und 60er Jahre. Diese Epoche deutscher Geschichte ist für eine geschichtswissenschaftliche Darstellung der Wirtschaftswerbung besonders interessant, weil anhand der Werbung Wandlungsprozesse im Frauenbild beobachtet werden können. Der Autor hat dazu zwei Bilder zum Vergleich herangezogen. Das erste Bild zeigt eine Situation in den ersten Nachkriegsjahren, als Europa, insbesondere Deutschland und Österreich, ein Land der Frauen war. Wie nie zuvor standen Frauen im öffentlichen Leben. Als Straßenbahnschaffnerinnen, als Familienvorstände, als Trümmerfrauen, die wieder aufbauten, was die Männer im Krieg zerstört hatten.
Im Gegensatz dazu die Werbeanzeige einige Jahre später, die Wunsch statt Wirklichkeit abbildete. Die Frau auf dem Werbefoto lächelte dem Betrachter verführerisch und ein bisschen dümmlich als „Häschen“ zu. Die Werbung transportierte in den 50er Jahren offenbar ein Frauenbild, das wenige Jahre zuvor nicht denkbar gewesen wäre: Frauen hatten hübsch zu sein, die Ehe anzustreben und sich in ihre Hausfrauenrolle zu fügen. Ob es sich dabei um eine Zurückdrängung handelte oder die Frauen bereitwillig ihre alte Rolle akzeptierten, kann der Autor in dieser Arbeit nicht beantworten.
Outline:
Einleitung
Die Nachkriegszeit – Sehnsucht nach Geborgenheit und Gemütlichkeit im eigenen Heim
Hausarbeit in den vierziger und frühen fünfziger Jahren (1945 – 1955)
Die Frau als Mutter, Hausfrau und „Herzeige Objekt“
Ehe und Familie – Ideale geraten in Bewegung
Das Rollenbild der (berufstätigen) Frau
Leben, Schönheit und Konsum im "Wirtschaftswunder"
Neue Materialien – Neue Mode – Der Wunsch nach Internationalität
Wie „Frau“ wohnte
Kino, TV, Sport und Urlaub
Zusammenfassung
Anhang (Abbildungen)
Literatur
Textauszug
''Die weibliche Berufstätigkeit außerhalb der Familie wird als notwendiges Übel der Zeit betrachtet, das mit allen Mitteln abzuschaffen ist. Sie wird als etwas zeitlich Begrenztes angesehen, das durch die widrigen Umstände und die Notwendigkeit der Nachkriegszeit notwendig geworden war. In der Nachkriegszeit hatte die Hausarbeit einen außerordentlich hohen Stellenwert, sowohl in materieller als auch in ideeller Hinsicht. Durch eine geschickte Haushaltsführung konnte die Hausfrau einen großen Beitrag zur Versorgung und zum besseren Überleben der Familie beitragen. Die Themen „Hausfrauenhilfe“ und „praktische Tipps für Haushalt und Garten“ nehmen viel Platz in den Frauenzeitschriften der damaligen Zeit ein. Hausarbeit wird nicht nur für das Überleben der Familie als unentbehrlich erachtet, sondern auch die ideelle Funktion wird betont. In dieser Zeit beginnt auch die Technisierung des Haushaltes. Gegen Mitte der fünfziger Jahre avancierte der Kühlschrank zum Wunschtraum der österreichischen Durchschnittsfamilie schlechthin und zählte neben Fernseher und Waschmaschine zu den begehrtesten Statussymbolen.
1955 befanden sich in den österreichischen Haushalten bereits 77.500 Kühlschränke und bis 1970 hatte sich diese Zahl mehr als verdoppelt.Innerhalb zweier Jahrzehnte war aus dem begehrten
Luxusgegenstand ein alltägliches Haushaltsgerät geworden und obwohl ein Kühlschrank 1955 damals noch das gesamte Monatseinkommen eines Normalverdieners kostete und damit fast
genauso unerreichbar wie ein Urlaub war, sparten viele auf ihren ersten „Bosch“. Schließlich wich Anfang der fünfziger Jahre die Unsicherheit und Apathie der ersten Nachkriegsjahre aus den
Köpfen der Deutschen und Österreicher.''
Tags:Soziologie
Im Rahmen dieser Arbeit soll versucht werden, dem Leser zu demonstrieren, warum die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens durchaus negativ ausfallen kann, was besagt, dass das Leben möglicherweise keinen Sinn hat.
Hausarbeit Nr. 141 |
5,510 Wörter (
ca. 13.8 Seiten ) |
9 Quellen |
2004
$ 13.95
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Inhaltsangabe
Die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt für viele Menschen eine Kernfrage der Philosophie dar, obwohl es eine endgültige Antwort vielleicht niemals geben wird.
Es wird in der Arbeit zunächst auf Voraussetzungen bezüglich der Sinnfrage eingegangen, anschließend folgt der Hauptteil, der sich mit verschiedenen philosophischen Positionen befasst, wobei auch Gegendarstellungen anderer Autoren berücksichtigt werden; schließlich endet die Arbeit mit einer kurzen Zusammenfassung und einem Schlussresümee.
Einleitung
Warum die Antwort negativ ausfallen kann
Die Voraussetzung für die Sinnfrage: der Atheismus
Der „Schritt beiseite“
Die Größe des Universums im Gegensatz zu der des Menschen
Der Tod
Der Mensch als Sisyphos
Einschub: Sinn und Wert
Fortsetzung: Der Mensch als Sisyphos
Schluss
Literaturverzeichnis
Textauszug
Im Mittelalter glaubten die Menschen, dass ihr Leben nur die Vorstufe zu einem besseren, ewigen Leben sei, was dabei half, die Mühen des Erdenlebens besser zu ertragen. Der Glaube an Gott war in der Bevölkerung noch sehr stark und gab dem Leben einen Sinn, da dieses einen Platz in der göttlichen Weltordnung einnahm, alles im Weltall Vorhandene erfüllte einen Zweck. Doch in der Neuzeit musste die Religion langsam aber sicher Tribut an die moderne Wissenschaft zollen. Walter T. Stace bemerkt hierzu, dass Wissenschaftler wie Galilei, Kepler und Newton die Zweckursache aus ihrem Denken ausgeschlossen hätten, denn für ihre Arbeit sei die Untersuchung von Zwecken nutzlos gewesen, stattdessen hätten sie ihr Augenmerk auf die Untersuchung von Ursachen gerichtet (vgl. Stace, W.T. 2003, S.66). Durch diese neue Denkweise entstand ein neues Weltbild, das Stace wie folgt beschreibt:
„Ihm zufolge leben wir in einer Welt ohne Zwecke, ohne Sinn und ohne Bedeutung. Die Natur ist nichts anderes als bewegte Materie.“ (Stace, W.T. 2003, S.66)
Diese Erkenntnis stellt für die Religion nach Stace das Ende dar, denn eine Welt ohne Zweck stehe im Gegensatz zu dem Kern des Glaubens der Weltreligionen: Dass es nämlich einen übergeordneten Zweck, einen göttlichen Plan für die Welt gebe (vgl. Stace, W.T. 2003, S.66-67). Die moderne Wissenschaft blüht nach dem Mittelalter immer mehr auf, man sieht dies z.B. am Wandel der Universitäten, die vorher noch größtenteils klerikal ausgerichtet waren, aber im Laufe der Neuzeit ihr Lehrangebot und ihre Arbeitsweisen drastisch ändern. Damit verbunden ist die Verbreitung der wissenschaftlichen Sichtweise auf die Welt und somit die Vorstellung einer Welt ohne Zweck, die wie gezeigt das Ende der Religion bedeutet. Zwar existiert die Religion nach wie vor und viele Menschen nehmen aktiv an religiösen Veranstaltungen teil, aber laut Stace seien sie bereits um ihre Illusionen gebracht und wünschten sich nur das Licht zurück, das zumindest in unserem Kulturkreis bereits erloschen sei (vgl. Stace, W.T. 2003, S.68). Die Religion ist also in ihrem Kern hohl und schon tot, nur wollen dies die Menschen aus Verzweiflung und Angst nicht zugeben, da sie die atheistischen Gedanken erschrecken, auch wenn (oder gerade weil) diese möglicherweise wahr sei könnten. Denn mit der Ablehnung eines übergeordneten Zweckes und somit eines Gottes verfallen, wie Stace erläutert, auch alle Werte, da unsere moralischen Grundsätze von uns selbst erfunden sein müssten und nichts anderes ausdrückten als unsere Neigungen und Abneigungen, die jedoch variierten und deshalb relativ seien (vgl. Stace, W.T. 2003, S.68). Was allerdings noch viel schlimmer wiegt, ist der nun fehlende Sinn des Lebens.
Tags:Philosophie, Dasein, Existenz, Mensch, Denkweise, Weltanschauung, Ideologie, Weltbild