Diese Arbeit befasst sich mit der Geschichte des Ethnographischen Museums in Budapest, die 1872 mit der Gründung der Ethnographischen Abteilung im Nationalmuseum begann, welche als Werkstatt der nationalen Wissenschaft diente.
Seminararbeit Nr. 103 |
2,510 Wörter (
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2008
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Inhaltsangabe
Während der vielen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen im 19. Jahrhundert entstanden neue Institutionen und alte verschwanden. Zu den neuen gehörten auch Nationalmuseen, deren Aufgabe es war, Objekte der nationalen Kultur zur Lehre der Gesellschaft zu bewahren, zu vermehren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Man wollte die geschaffene Kultur und Lebensweise der arbeitenden Schichten und anderer Klassen der ungarischen Gesellschaft als historische Lehre pflegen und wahren. Die damalige Ethnographische Abteilung bestand hauptsächlich aus der Sammlung von János Xantus, die mehrere Kulturobjekte aus mehreren ostasiatischen Ländern umfasste. Diese Arbeit berichtet über die geschichtlichen Hintergründe des Ethnographischen Museums, die dort gezeigten Sammlungen und wissenswerte Eckdaten zu Museum und Ausstellungen.
Outline:
Einleitung
Geschichtliche Entwicklung des Museums und der Sammlung
Wissenswerte Eckdaten des Museums
Wissenswertes zu den Ausstellungen
Textauszug
''Eine der ersten Sammlungen des Ethnographischen Museums war diejenige von Antal Reguly. Diese entstand 1845 und enthielt Objekte von einer Studienreise nach Russland, wo er die dort lebenden finnisch-ugrischen Sprachfamilien erforschte.
Generell wurden Objekte aller Völker der Welt gesammelt. Die ungarische Sammlung entwickelte sich recht langsam und blieb lange hinter der allgemeinen ethnographischen Sammlung zurück.
Nachfolger von Xantus wurde János Jankó (1868-1902), der in seiner späteren Karriere nicht nur die Leitung des Museums inne hatte, sondern auch ethnographischer Fachinspektor für andere ungarische Museen war. Janós Jankó bestimmte die Entwicklungsrichtung des Ethnographischen Museums maßgeblich.
Trotz bedeutender Änderungen, denen die Institution im Laufe der Jahrzehnte unterworfen war, bewahrte das Museum immer seinen Werkstattcharakter. Das Ethnographische Museum bot für die Volkskunde bis zur Errichtung des ersten Lehrstuhles in den 30er Jahren und der Gründung eines eigentständigen Forschungsinstitutes ein „Heim“, das beinahe die einzige und hinsichtlich des Forscherstandes auch heute noch größte Werkstätte der ungarischen volkskundlichen Wissenschaft ist.
Doch das Ethnographische Museum beschränkte sich nicht nur auf die Museumsarbeit selbst. 1965 wurden erste Schritte unternommen, um ein Freilichtmuseum in Szentendre zu gründen. Dieses wurde dann am 1. Jänner 1972 zu einer selbstständigen Institution und schied 1974 aus dem Verband des Ethnographischen Museums aus. Außerdem wurde von János Jankó die Museumszeitschrift „Néprajzi Értestiö“ gegründet, die es auch heute noch gibt.''
Tags:Kultur, Wissenschaft, Volkskunde
Der Klimawandel hat große Auswirkungen auf Menschen, Tier- und Umwelt. Diese Auswirkungen werden leider noch immer von Mitmenschen, Politik und Wirtschaft negiert, obwohl eine Bedrohung für unser Leben und Lebensräume besteht.
Hausarbeit Nr. 124 |
2,830 Wörter (
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2009
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Inhaltsangabe
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte des Klimawandels. Unser heutiges Wissen basiert auf Erkenntnissen von Forschungsergebnissen vergangener Zeit. Die Forschung wird mehr oder weniger intensiv weiter geführt. Forschungen und Gegenmaßnahmen erfordern Investitionen. Manche Länder investieren lieber in andere Forschungsfelder und nehmen auf ihre Umwelt keine Rücksicht.
Manche Mitmenschen glauben, dass die Erkenntnisse des globalen Klimawandels auf unsicheren Modellberechnungen beruhen, oder dass diese Computermodelle fehlerhaft sind. Diese Vermutungen stimmen aber leider nicht. Messdaten und physikalisches Verständnis sind die Basis dieser Wissenschaft. Über Modelle werden viele Perspektiven des Klimawandels berechnet. Der Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre wurde und wird gemessen und diese Daten beweisen auch, dass der Mensch der Verursacher für diese Misere ist. Unsere Nutzung aus fossilen Energien und aus der Isotopenmessung bestätigen diese These.
Outline:
Einleitung
Klimageschichte-Überblick
Klimaarchive
Die Frühgeschichte der Erde
Klimawandel über Jahrmillionen
Das Klima des Holozän-Grönland
Grönland
Eine plötzliche Warmphase
Eiszeitzyklen
Abrupte Klimawechsel
Zusammenfassung
Textauszug
Vor 4,5 Milliarden Jahren entstand unser Sonnensystem, aus einem Nebel am Rande der Milchstraße. Die Energie, welche die Sonne abstrahlt kommt von einer Kernreaktion, Wasserstoffkerne werden zu Helium verschmolzen. Die Sonne dehnt sich aus und strahlt immer heller
Berechnungen zeigen, dass die Erde während der ersten drei Milliarden Jahre vereist gewesen sein müsste. Geologische Spuren belegen, aber das größtenteils fließendes Wasser vorhanden war. Dieser Widerspruch wird als das Paradoxon der schwachen jungen Sonne genannt.
Wie ist dieser Widerspruch erklärbar? Um die schwächere Sonneneinstrahlung auszugleichen, war der Treibhauseffekt in der Frühgeschichte der Erde wesentlich stärker.
Welche Gase haben diesen stärkeren Treibhauseffekt verursacht? Kohlendioxid und Methan kamen wahrscheinlich in höherer Konzentration vor. Diese Annahme beruht aber nur auf Indizien und Modelle. Allerdings ist es kaum wahrscheinlich, dass Treibhausgase durch Zufall über Milliarden von Jahren im richtigen Maße abgenommen haben, damit die Sonneinstrahlung Zunahme ausgeglichen wird.
Tags:Konzentration von CO2, Strahlungshaushalt, Klimawandel, Umwelt, Natur, Erderwärmung, Global Warming
Die Arbeit zeigt auf, in welchem Verhältnis die Geschlechternormen, welche im Prozess der Sozialisation erlernt werden, zur queeren Bildung stehen und inwiefern diese Normen durch die Bildungstheorie einer kritischen Revision unterzogen werden.
Seminararbeit Nr. 78 |
6,480 Wörter (
ca. 16.2 Seiten ) |
20 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Im späten 19. Jahrhundert tauchte erstmals der Begriff Feminismus auf und bezeichnete das Engagement von Frauen, sich gegen gesellschaftliche Ungleichheiten zu wehren. Damit ging die Kritik patriarchaler Strukturen einher. Im Zuge der Fokussierung des Feminismus in der Wissenschaft kam es mehr und mehr zu eigenen Theoriebildungen bezüglich der Frage nach Geschlecht und Geschlechtsidentität im Allgemeinen.
Im feministischen Diskurs hat sich in den letzten Jahren immer mehr die Auffassung durchgesetzt, dass hinter dem Geschlecht weniger eine natürliche, binär geteilte Ordnung zu sehen ist, als viel mehr ein soziales Konstrukt. Während frühere Geschlechtertheorien eher auf individuelle Eigenschaften von Frauen und Männern abzielten, geht es in der neueren Forschung darum, das Geschlecht an sich zu thematisieren und es demnach nicht als etwas Gegebenes, sondern etwas, das gemacht wird, zu beschreiben. Untersucht wird also dabei die Zweigeschlechtlichkeit selbst, als Produkt sozialer bzw. gesellschaftlicher Konstruktionen (vgl. Wetterer, S. 122). Die Arbeit soll von diesen Theorien geleitet werden.
Im Laufe ihrer Entwicklung und Sozialisation als phasenweise Anpassung eines Individuums an gesellschaftliche Rollen- und Verhaltenserwartungen werden von Kindern bestimmte Normen in Bezug auf die Kategorie Geschlecht erlernt.
Zunächst setzt sich der Autor in Anlehnung an Regina Gildemeister und Hagemann-White mit der geschlechtsspezifischen Sozialisation auseinander, um anschließend diese Normen zu beschreiben. Ausgehend davon beschreibt er die Kritik an diesen Normen. Dazu bezieht er sich auf die Theorie von Judith Butler.
Das sind notwendige Vorüberlegungen zur eigentlichen Fragestellung: Welches Ziel verfolgt eine queere Bildung, und was sind ihre Inhalte? Der Autor will den Zusammenhang zwischen der Frage was Kinder über Geschlecht lernen, zwischen der Kritik an diesen Normen bzw. einzwängenden Identitätsbildungen und dem Konzept einer postfeministischen Bildungstheorie bzw. queerer Bildung darstellen.
Die Grundlage der Arbeit bildet eine umfangreiche Literaturrecherche mit anschließender Analyse der Literatur im Hinblick auf die Frage welche Geschlechternormen vorhanden sind und - im Bildungskontext - was die Ziele einer queeren Bildung sind.
Dabei geht der Autor vorerst auf die Überlegungen von Regina Gildemeister und Carol Hagemann-White zur geschlechtsspezifischen Sozialisation ein. Anschließend wird mit dem Text von Angelika Paseka "Wie Kinder zu Mädchen und Buben werden" gearbeitet, in welchem die Normen im Bezug auf das Geschlecht thematisiert werden. Daran anknüpfend geht es um die theoretische Position Judith Butlers aus ihrem berühmten und viel rezipierten Werk "Das Unbehangen der Geschlechter". Im bildungstheoretischen Kontext dient als Grundlage die Monographie von Gesa Heinrichs Bildung – Identität – Geschlecht, sowie das Werk von Annemarie Jagose Queer Theory. Zum Thema "Queere Bildung" dient der gleichnamige Aufsatz von Gesa Heinrichs und Katharina Pewny.
Die Arbeit gliedert sich grob in drei Kapitel. Neben der Einleitung liefert das erste Kapitel zwei wichtige theoretische Grundlagen. Der zweite Teil behandelt neben den allgemeinen Überlegungen zur Sozialisation vor allem die geschlechtsspezifische Sozialisation. Daran anknüpfend werden dann zusammenfassend die in der gewählten Literatur genannten Normen vorgestellt, die Kinder im Laufe ihrer Entwicklung aufnehmen und erlernen.
Das dritte Kapitel hat der Autor ''Eine Kirtik der Gendernormen'' genannt.
Darin wird versucht einen Einblick in die Theorie Judith Butlers zu geben, die als eine der Haupttheoretikerin der konstruktivistischen Theorie von Geschlecht gilt. Im vierten Kapitel geht es dann schließlich um das Konzept der Queer Theory und einer queeren Bildung. Im Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst.
Outline:
Einleitung
Sozialisation und Geschlechternormen
Allgemeine Überlegungen zur Sozialisation
Geschlechtsspezifische Sozialisation
Geschlechternormen im Kinderalter
Eine Kritik der Gendernormen
Alles ist sozial konstruiert – auch der Geschlechtskörper
Geschlechter im Bildungstheoretischen Diskurs
Queer – Versuch einer Begriffsbestimmung
Ziele und Potentiale der queeren Bildung
Schlussbemerkungen
Literaturliste
Textauszug
''Der französische Soziologe Emile Durkheim hat den Begriff der Sozialisation als einer der ersten in die Wissenschaftssprache eingeführt.
Er setzte ihn in enge Beziehung zum Begriff Erziehung, indem er Erziehung als das wichtigste gesellschaftliche Mittel der Sozialisation des menschlichen Nachwuchses bezeichnete, durch das die bei der Geburt „assozialen“ menschlichen Wesen zum „sozialen Leben“ geführt wurden (Durkheim 1907/72, S.30).
Sozialisation wird als einer der Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft von Werner Helsper folgendermaßen beschrieben:
„Sozialisation bezeichnet den Gesamtzusammenhang der kognitiven, sprachlichen, emotionalen und motivationalen Entstehung und lebenslangen Veränderung der Person im Rahmen sozialer, interaktiver und gegenständlicher Einflüsse. Sozialisation ist dabei ein aktiver Prozess der Auseinandersetzung. Die Auseinandersetzungsmöglichkeit der Person mit den äußeren Verhältnissen ist aber selbst ein Ergebnis der Sozialisationsprozesse und kann darin auch beeinträchtigt werden“ (Helsper 2006, S. 80).
Das heißt: Der Prozess der Sozialisation beinhaltet eine Vergesellschaftung, im Verlauf welcher das Individuum zum Mitglied einer Gesellschaft wird. Es wird zum Mitträger einer Kultur, so dass das alltägliche Verhalten für die meisten Lebenssituationen im Einzelnen sozial programmiert ist.
„Sozialisation geschieht in einer aktiven Auseinandersetzung mit seiner materiellen wie sozialen Umwelt“ (Faulstich-Wieland 1999, S. 49).
Die Gesellschaft wirkt im Prozess der Sozialisation als Ganzes auf das Individuum ein. Hierbei werden Normen, Werte, Gewohnheiten, Verhaltensregeln und Pflichten vermittelt. Häufig geschieht die Vermittlung innerhalb der Interaktion mit Gleichaltrigen. Individuen neigen dazu, sich entsprechend den Werten und Normen der Gesellschaft zu verhalten. Der Mensch ist also nicht von Geburt an ein Mitglied der Gesellschaft, sondern muss erst dazu gemacht werden.
Auch im Hinblick auf Geschlechtervorstellungen hat eine Gesellschaft ihre Normen und Wertvorstellungen. Nun soll insbesondere die geschlechtsspezifische Sozialisation thematisiert werden.''
Tags:Psychologie, Biologie, Erziehungswissenschaften, Pädagogik
In dieser Arbweit wird die Sicht des Dopingmissbrauchs aus psychologischer Perspektive betrachtet. Die Schwierigkeit ist, die externen Faktoren des Missbrauchs auf die internen Informationsverarbeitsungsprozesse zu integrieren.
Diplomarbeit Nr. 85 |
9,750 Wörter (
ca. 24.4 Seiten ) |
36 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Das Phänomen des Dopingmissbrauchs bei Athleten basiert auf unserem Sportsystem. Das System Hochleistungssport polarisiert den dualen Code von Sieg und Niederlage. Folglich haben die Sportler einen hohen psychischen Druck zu bewältigen. Die Tatsache, dass Dopingsubstanzen die sportliche Leistung erhöhen, beeinflusst die Entscheidung des Athleten, ob er Dopingmittel anwenden soll oder nicht. Aber es gibt auch noch weitere interne und externe Faktoren, welche den Entscheidungsprozess wesentlich beeinflussen. Die externen Faktoren sind die Wirkung und die Nebenwirkungen der Dopingsubstanzen, die Nebenwirkungen, die Kontrollverfahren der WADA, die Gefahr einer positiven Dopingkontrolle und dem Ausmaß der Konsequenzen, der Trainer und das Umfeld, Verletzungen und anderen Faktoren. Die internen Entscheidungsfaktoren sind die persönliche Biografie, die ethischen Werte, die Moral, die Bedeutung des sportlichen Erfolgs und das Wissen über Dopingrisiken. In weiterer Folge verarbeitet das kognitive System des Athleten die internen und externen Faktoren. Es ist nicht die alleinige Entscheidung des Athleten, weil es auch vom System des Hochleistungsleistungssports erzwungen wird. Letztendlich hat der Athlet drei Optionen: Er kann Dopingmittel einnehmen, darauf verzichten oder dem Leistungssport den Rücken kehren.
Einleitung
Beschreibung des wissenschaftlichen Problems
Wissenschaftliche Fragestellungen
Wissenschaftliche Vorgangsweise
Überblick über die Kapitel
Das Wesen des sportlichen Erfolgs
Der duale Code des Hochleistungsports
Werte und Normen im Sport
Ethik im Spitzensport
Die Bedeutung des sportlichen Erfolges
Doping im Spitzensport
Doping
Definition
Welt-Anti-Doping-Code
Anti Doping Bestimmungen
Dopingentscheidungen
Dopingmittel
Anabolika und ihre Wirkung
Peptidhormone und ihre Wirkung
Glukokortikoide und ihre Wirkung
Stimulanzien und ihre Wirkung
Nebenwirkungen von Doping
Dopingmissbrauch und Herzkreislaufsystem
Androgene Wirkung von Wachstumshormonen
Die Nebenwirkungen von Blutdoping
Die Nebenwirkungen von Stimulanzien
Soziale Nebenwirkungen
Gefährdung der persönlichen Gesundheit
Todesrisiko
Dopingkontrollverfahren
Die Dopingkontrollverfahren der WADA
Die Vorgehensweise der Dopingtäter bei Kontrollen
Betrug durch Doping - Wettkampfsperren bei Dopingtätern
Weitere Faktoren
Der Trainer
Sportverletzungen
Entscheidungsprozessmodelle zum Doping
Die Entscheidung des Athleten zum Doping
Der Prozess der Entscheidungsfindung
Deduktive und Induktive Schlussfolgerungen
Kognitive Entscheidungsprozesse
Dissonanztheorie
Eine Verhaltensorientierte Betrachtungsweise
Die Dopingspirale
Realitätsverzerrungen von Athleten
Schlussteil
Literaturverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Einverständniserklärung
Textauszug
''In der Literatur werden die Anabolika in Anabole Steroide, Prohormone sowie Beta-2-Mimetika unterteilt. (vgl. Kern, 2002, S. 43ff; Bergner, 2005, S 85ff)
Zu den anabolen Steroiden zählen nach Kern (2002, S. 43ff) Wirkstoffe wie Testosteron, Nandrolon, Stanzolol, Halotestin, Vebenolol und Oral Turinabol. Ihre Wirkung zeigt sich nach Bergner (2005, S.85) prinzipiell in der Förderung des Muskelaufbaus.
Die Prohormone werden nach Kern (2002, S. 59) im Körper teilweise zu anabolen Steroiden umgewandelt. Dazu zählen exemplarisch Substanzen wie Dehydroepiandrosteron (DHEA), Androstendion, Androstendiol, Norandrostendion und Norandrostendiol. Bergner (2005, S. 96ff) beschreibt, dass Prohormone „… in den USA und auch in einigen europäischen Ländern als Zusatz zu Nahrungsergänzungsmittel…“ erlaubt sind. Daher gilt diese Art des Dopings auch als besonders beliebt.
Als eine weitere Gruppe der Anabolika führt Kern (2002, S. 65ff) die Beta-2-Mimetika an, zu denen exemplarisch Clenbuterol, Salbutamol und Terbutalin zählen. Dabei handelt es sich um Substanzen, die zu einer Bronchiendilatation führen. Dies hat eine gestärkte Lypolyse und Proteinsynthese zur Folge. Vor allem Clenbuterol ist weit untersucht, da es sich um ein potenzielles Anabolikum handelt, welches auch als Rindermastmittel verwendet wird. Eine weitere Besonderheit der Beta-2-Mimetika ist, dass diese sowohl als Anabolika, als auch als Stimulanzien in der Dopingliste angeführt werden.''
Tags:Sport, Medikamentenmissbrauch, Drogen
Der Tod als Metapher in Thomas Bernhards "Frost" und Josef Winklers "Wenn es soweit ist"
Essay Nr. 226 |
3,197 Wörter (
ca. 8 Seiten ) |
2 Quellen |
2011
$ 9.95
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Inhaltsangabe
Seit jeher beschäftigt sich die Menschheit mit dem Thema Tod. Einer der wenigen Mysterien, die wir nicht imstande sind, wissenschaftlich zu ergründen und uns bleibt nur der Glaube an ein Weiterexistieren oder an die Vollendung unserer Endlichkeit. Nachwievor ist der Tod ein Tabuthema und wird aus den Lebenswelten ausgeschlossen. Was aber ist, wenn er plötzlich eintritt?
Thomas Bernhard wählt in zahlreichen Werken dieses Thema, so auch in seinem Debütroman „Frost“. Der Tod ist in seinen Werken allgegenwärtig. In seinem Roman „Der Atem“ wird das Sterben zu einer alltäglichen Begegnung. Der Autor setzt sich literarisch mit dem Sterben auseinander.
Textauszug
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung - Tod von Thomas Bernhard ...................................................S. 3
2. Der Tod als Zweidimensionalitaet in Bernhards Werk ''Frost``........S. 3
2.1 Der Tod als Symbol fuer Krankheit..............................................S. 3
2.2 Der Tod als Symbol einer nichtfunktionierenden Dorf-
gemeinschaft ...............................................................................,...S. 4
2.3 Die sterbende Natur ..............................................................................S. 6
2.4 Tierschreie als Todesschreie .................................................................S. 8
2.5 Schlachthaeuser - ein Ort des Todes .......................................................S. 10
2.6 Die Jagdgesellschaft - Ein Verein mit der Lizenz zum Toeten ..................S. 11
2.7 Der Tod als Symbol fuer Nichtvorhandensein ..........................................S. 12
2.8 Der Tod als Zuflucht...............................................................................S. 13
3. Josef Winkler - Wenn es soweit ist - Eine Chronologie der Toten in einer Dorfgemeinde .............................................................................................S. 14
3.1 Bestattungsmodalitaeten.........................................................................S. 15
4. Schlusswort .............................................................................................S. 16
Primaerliteratur .............................................................................................S. 18
Sekundaerliteratur ........................................................................................S. 19
1. Einleitung - Frost von Thomas Bernhard
Dieses Leben in der Welt ist - mit allem, was es enthaelt - ein Traum. Das Erwachen aus diesem Traum ist der Tod.
Khalil Gibran
Seit jeher beschaeftigt sich die Menschheit mit dem Thema Tod.
Tags:Frost, Thomas Bernhard, Josef Winkler, Wenn es soweit ist
Untersucht wird, inwiefern der Fußball in Afrika ein probates Mittel zur nachhaltigen Entwicklungspolitik darstellen kann.
Seminararbeit Nr. 209 |
6,063 Wörter (
ca. 15.2 Seiten ) |
32 Quellen |
2010
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Inhaltsangabe
Das Forschungsfeld Entwicklung durch Fußball ist noch relativ jung. Insbesondere das Thema Fußball und Entwicklung in Afrika wurde erst in den letzten Jahrzenten verstärkt aufgegriffen. Zuvor stand vielmehr Südamerika im Mittelpunkt der empirischen Untersuchungen und so gibt es nur wenige fundierte Forschungen und Studien, die sich auf das Land Afrika spezialisiert haben. Das liegt zum einen daran, dass das Thema erst in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit geriet und zum anderen, wurde das Thema Entwicklung durch Sport jahrelang von Akademikern als zu banal angesehen um wissenschaftliche Forschung darüber zu betreiben (vgl. Alegi 2010, 4). Auch die vorliegende Arbeit greift also auf die wenigen Veröffentlichungen zu dem Thema zurück. Dabei ist zu beachten, dass viele dieser Informationen von den verantwortlichen Organisationen selbst stammen. Aus diesem Grund bleibt fraglich, inwieweit die vorliegenden Daten als empirisch fundiert angesehen werden können. Das Potential, das der Fußball für das Land Afrika bieten kann, geht weit über den sportlichen Aspekt hinaus. In dieser Arbeit wird versucht, dieses Potential herauszustellen, indem verschiedene erfolgreiche Projekte vorgestellt werden, die sich dem Themenfeld Fußball und Entwicklung verschrieben haben.
1. Einleitung
2. Geschichte des Fußballs in Afrika
2.1 Die Anfänge des Fußballs
2.2 Fußball in Afrika seit 1945
2.3 Fußball in Afrika nach Ende der Apartheid
3. Die Theorie des Nation-Building
3.1 Was ist eine Nation?
3.2 Was versteht man unter Nation-Building?
3.3 Nation-Building in Afrika
4. Fußball als Mittel der Entwicklungspolitik
4.1 Streetfootballworld – Fußball als Werkzeug für soziale Entwicklung
4.2 Football for Hope Bewegung
4.3 Grassrootsoccer – Fußball als Mittel zur HIV/AIDS Prävention
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Textauszug
Ziel war es, die vorherrschenden, ausschließlich weißen Sportorganisationen zu einer Zusammenarbeit zu bewegen und so zu einer Veränderung in der Welt des afrikanischen Fußballs beizutragen. Bis dato war es schwarzen Afrikanern nicht gestattet, in einem Team mit weißen Afrikanern zusammen Fußball zu spielen. Es herrschte auch im Sport strikte Rassentrennung. 1951 wurde der südafrikanische Fußballverband (SAFA) offizielles Mitglied der FIFA, doch die Anti-Apartheid Bewegung South African Soccer Federation (SASF) brachte kurz darauf mit seiner Bewerbung bei der FIFA einen Stein ins Rollen. Bei ihrer Bewerbung gaben sie an, keinerlei Rassenbeschränkungen oder spezielle Regelungen zur Rassentrennung aufzuerlegen, sondern sattdessen offen für jede Hautfarbe zu sein. Die FIFA antwortete daraufhin, dass es jeweils nur einem nationalen Verband gestattet sei, Mitglied der FIFA zu sein. Ein Zusammenschluss beider Verbände wurde durch SAFA verhindert, die den SAFS Verband nur unter Ausschluss seines Wahlrechtes und unter Beibehaltung der strikten Rassentrennung aufgenommen hätte (vgl. Bolsmann 2010, 35f). Dieses Schreiben war der Startschuss zu einer Reihe von Ereignissen und Debatten, die letztlich dazu führten, dass die Rassenpolitik mehr und mehr in die Kritik der Öffentlichkeit geriet.
Tags:grassrootsoccer, football for hope, Apartheid, FIFA WM in Südafrika, Entwicklungshilfe
Das zentrale Thema dieser Arbeit ist die
etymologische Auseinandersetzung mit dem Begriff „Bildung“.
Seminararbeit Nr. 82 |
3,610 Wörter (
ca. 9 Seiten ) |
8 Quellen |
2008
$ 9.95
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Inhaltsangabe
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Bildungsphilosophische Perspektiven im wissenschaftlichen Diskurs“ fand unter anderem eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Text „Qu’est-ce que la Philosophie? Was ist das – die Philosophie“ von Heidegger (1956) statt. In diesem versucht Heidegger die Bedeutung des Begriffs „Philosophie“, ausgehend von seiner etymologischen und geschichtlichen Verankerung, zu erläutern. Nach der Klärung der Bedeutung des Wortes „Philosophie“ ist nun noch die Klärung des Wortes „Bildung“ ausständig, um zu einem differenzierten Verständnis über das Seminar-Thema der Bildungsphilosophie zu gelangen.
Outline:
Einleitung
Die Entwicklung des Bildungsbegriffs
Der religiöse Bildungsbegriff
Die Verweltlichung des Bildungsbegriffs
Bedeutung der Wurzeln des Bildungsbegriffs
Weitere Gedanken zum Bildungsbegriff
Eine (etymologische) Definition von Bildung
Was ergibt sich aus dieser etymologischen Betrachtungsweise?
Bildungsziel
Menschenbild
Pädagogisches Wirken
Institutionalisierung
Problematik
Resümee
Literaturverzeichnis
Textauszug
Nach Rauhut (1965, 18) sind die Wurzeln des Bildungsbegriffs (im kulturellen und pädagogischen Sinn) in der Bibel zu finden. In der Vulgata (lateinische Bibel, die ca. 400n.Chr. entstanden ist) heißt es im Buch Gen. 1, 26/27: „Und Gott sprach: Lasset uns den Menschen machen nach unserem Bild und Gleichnis. Und er soll herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über die Tiere und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild; zum Bilde Gottes schuf er ihn, als Mann und Weib schuf er sie.“
Die Vorstellung, dass der Mensch ein Abbild Gottes ist, findet sich jedoch schon in der babylonischen und der sumerischen Schöpfungslehre, welche die biblische Schöpfungslehre mit beeinflusst hat. Rauhut (1965, 18) geht davon aus, dass der älteste überlieferte Beleg für die Lehre der Erschaffung des Menschen nach dem Bild Gottes ein Teil der sumerischen Liturgie ist, der sich auf die Urmutter Nintu bezieht. Weit wichtiger scheint jedoch eine Bibelstelle, die sich auf die oben genannte Genesis-Stelle bezieht, 2.Kor. 3,18: „Nun aber spiegelt sich in uns allen des Herrn Herrlichkeit mit aufgedecktem Angesicht, und wir werden verwandelt in dasselbige Bild, von einer Klarheit zur anderen, als vom Geist des Herrn.“
Tags:Pädagogik, Linguistik, Bildung, Geisteswissenschaft
Die Hausarbeit beschäftigt auf mikrosoziologischen Ebene mit den Umgangsformen und Interaktionsritualen menschlichen Verhaltens auf der mikrosoziologischen Ebene, illustriert an den Umgangsformen in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Hausarbeit Nr. 149 |
8,240 Wörter (
ca. 20.6 Seiten ) |
7 Quellen |
2007
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Inhaltsangabe
Gerade in den Zeiten der Globalisierung und Individualisierung, in denen den Menschen immer mehr Möglichkeiten und somit auch Risiken zugesprochen werden, nimmt der Wunsch nach Unsicherheitsabsorption und Risikominimierung zu. Deshalb versucht man gerade auf der Mikroebene, also in face-to-face–Interaktionen, sich feste, nicht hinterfragungswürdige Verhaltensweisen anzueignen, die in keinem Fall negativ aufzustoßen drohen, um sich in dem sicheren Bereich des Angenehmen aufzuhalten. Diese Verhaltensweisen werden auch als Umgangsformen und als Manieren bezeichnet. Manieren sind nicht nur in adligen Kreisen unabkömmlich, sondern vor allem auch in unserer ökonomisierten Leistungsgesellschaft, in der man versucht, durch positives Auftreten gesellschaftlich aufzusteigen. So ist es nicht verwunderlich, dass der derzeit bekannteste Propagandist des guten Benehmens, der äthiopische Prinz Asta-Wossen Asserate, sein auf deutsch verfasstes Manierenbuch hunderttausendfach verkaufte und es zum Bestseller avancierte. Doch die Frage nach dem richtigen Benehmen und den korrekten Umgangsformen ist natürlich kein Problem, das erst im 21. Jahrhundert aufkam. In der Vergangenheit haben sich schon viele Soziologen auf wissenschaftliche Weise mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Einer dieser Vertreter stellt, neben Norbert Elias und Georg Simmel, mit Sicherheit auch Erving Goffman dar. Er verfolgte aber keinesfalls in seinen Ausführungen das Ziel einen Benimmkanon wie Asserate und Knigge aufzustellen, sondern versuchte mit seinen Werken vielmehr über das Verhalten eines Individuums beim Zusammentreffen mit anderen Individuen Aufschluss zu geben. Er betrachtet unter anderem die Verhaltensregeln der Individuen, die den Umgang mit anderen vereinfachen und regulieren. Nach Goffman unterliegen soziale Handlungen, die sich bei einer Begegnung vollziehen einem bestimmten Handlungsmuster, das bewusst oder unbewusst von jedem Beteiligtem verfolgt wird: Die Beurteilung der jeweiligen Situation, die Einschätzung des Gegenübers bzw. der anderen beteiligten Personen und der Selbstdarstellung, meist mit dem Ziel, sich im besten Licht zu präsentieren. Goffman fasst diese Handlungsweisen unter dem Begriff der Interaktionsrituale zusammen und widmete ihnen ein eigenes Buch.
Das Ziel der Arbeit soll darin bestehen, die Ausführungen Goffmans zum Thema Umgangsformen und Benehmen zu beleuchten. Das Augenmerk wird sich vor allem auf die interaktionsrituale Ehrerbietung und das Benehmen richten, und man möchte die theoretischen Ausführungen Goffmans anhand konkreter Beispiele der Umgangsformen in öffentlichen Verkehrsmitteln illustrieren und einige interessante Beobachtungen herausarbeiten.
Outline:
Einleitung
Umgangsformen in sozialen Begegnungen
Verhaltensregeln
Ehrerbietung
Vermeidungsrituale
Zuvorkommenheitsrituale
Benehmen
Zeremonielle Entweihung und Verletzung
Umgangsformen in öffentlichen Verkehrsmitteln
Einsteigen
Aufstellen und Platzwahl
Blickwechsel
Wortwechsel
Civil inattention
Schluss
Bibliographie
Textauszug
Goffmans Intention in seiner Arbeit über Interaktionsrituale besteht darin, die Bedeutungszusammenhänge zwischen Individuen und ihren symbolischen Handlungen zu analysieren. Er versucht dabei einen systematischen Begriffsapparat herauszubilden, mit dessen Hilfe er die Interaktionsrituale, die sich zwischen Interaktionspartner abspielen zu beschreiben. Grundvoraussetzung für die Untersuchung Goffman ist hierfür die Zusammenkunft (gathering) von zwei oder mehr Personen, die gemeinsam anwesend sind. Zusammenkünfte können verschiedene Formen annehmen. Sie können eine zentrierte oder eine nicht-zentrierte Form aufweisen. Eine zentrierte Interaktion (focused interaction) liegt vor, wenn die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf einander bezogen ist, bzw. ein gemeinsames Zentrum visueller und kognitiver Aufmerksamkeit vorhanden ist. Beispiele für eine zentrierte Interaktion oder Begegnung sind alle Arten von Gesprächen, ein tanzendes Paar oder auch zwei, ins Spiel vertiefte spielende Mühlespieler. Die letzten beiden Beispiele verdeutlichen, dass zentrierte Interaktionen nicht unbedingt Sprechhandlungen beinhalten müssen.
Tags:Benehmen, Ehrerbietung, Vermeidungsrituale, Zuvorkommenheit, Goffman, Hirschauer, Anstand, Anstandsregeln, Etikette, Verhalten
Evaluation als Mittel um Verhalten oder Prozesse zu bewerten, ist heute aus pädagogischen Handlungszusammenhängen nicht mehr wegzudenken. Doch nicht jede Reflexion, Auswertung oder Überprüfung ist bereits als Evaluation zu bezeichnen.
Hausarbeit Nr. 193 |
3,813 Wörter (
ca. 9.5 Seiten ) |
9 Quellen |
2010
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Inhaltsangabe
Im wissenschaftlichen Sinn ist dann von Evaluation zu sprechen, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden. Dazu gehören das methodische Erfassen von Daten, das Auswerten der erhobenen Daten sowie eine Analyse der Ergebnisse. In dieser Arbeit werden anhand der relevanten Literatur die unterschiedlichen Definitionen von Evaluation beschrieben, um dann im zweiten Kapitel die geschichtliche Entwicklung des Evaluationsbegriffes darzustellen und aufzeigen, dass sich Evaluation im weitesten Sinne bis in die Urgesellschaften der Menschheit zurückverfolgen lässt und auch der moderne Begriff nicht so neu ist, wie vielleicht vielfach angenommen wird.
Im dritten Kapitel werden die Ziele von Evaluation beschrieben, vorzugsweise in (schul-)pädagogischen Zusammenhängen, um dann im vierten und fünften Abschnitt unterschiedliche Evaluationsmodelle, sowie Methoden und Verfahren von Evaluation vorzustellen. Im sechsten Kapitel geht die vorliegende Arbeit auf die verschiedenen Einsatzbereiche von Evaluation ein und schließt mit einem Fazit ab.
Textauszug
Welches Modell der Evaluation gewählt wird, hängt entscheidend von der Absicht ab, was genau untersucht werden soll. Je nach Intention, z. B. ob die Qualität verbessert werden soll oder eine Weiterentwicklung gemessen werden soll, ist das Modell der Evaluation zu wählen.
Unterscheiden lässt sich bei einer Evaluation zwischen einer summativen, einer formativen oder einer reflexiven Funktion. Das summative Modell ist geeignet, um die Ergebnisse eines (Bildungs-)Programms abschließend zu bewerten und führt damit zu einem besseren Verständnis sowie einer besseren Verwendung des Programms.
Anders dagegen das formative Evaluationsmodell, hier ist die Absicht, bereits während des Lernprozesses Erkenntnisse zu erzielen und diese den Beteiligten bereitzustellen und im weiteren Verlauf anzuwenden, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen.
Reischman nennt noch ein drittes, sozusagen ein indirektes, nämlich das reflexive Modell. Weil Evaluation in didaktischer Hinsicht, irrelevant ist dabei, ob das summative oder das formative Modell angewandt wird, immer auch eine Denk- und Reflexionshilfe ist, hilft sie didaktische Zusammenhänge zu erkennen oder aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Tags:Schulwesen, Schulentwicklung, Bildung