Mit dem Namen „bande dessinée“ wird der franko-belgische Comic zusammengefasst. Er entstand in den 20er Jahren, als vorrangig Comics aus den Vereinigten Staaten nach Frankreich und Belgien importiert wurden.
Seminararbeit Nr. 97 |
3,185 Wörter (
ca. 8 Seiten ) |
7 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Der für diese Arbeit und das Proseminar wichtige Stereotyp ist der Geschlechterstereotyp, der Mann und Frau differenziert und – je nach kulturellen und gesellschaftlichen Konventionen – in bestimmte Verhaltensmuster zwängt. Dadurch entstehen vorgefertigte Geschlechterrollen und -stereotypen.
Um das weibliche Sprachverhalten zu charakterisieren, sollen in dieser Arbeit nun einige Hypothesen zur Frauensprache vorgestellt werden. Aus diesen Merkmalen ergeben sich dann bestimmte Konsequenzen. Der liebenswürdige und unterwürfige Sprechstil führt dazu, dass sich Frauen im Gespräch mehr Rückzugsmöglichkeiten bieten und der Mann jederzeit die Möglichkeit hat, ihre Aussagen zu unterbrechen.
Jean-Marc Reiser wurde am 13. April 1941 in Rehon an der belgischen Grenze geboren. Schon im Jugendalter veröffentlichte er Bandes Dessinées, allerdings unter einem Pseudonym. Später arbeitete er für die skandalöse Zeitung Hara-Kiri, deren Gruppenmitglieder Reiser als Familie dienten. Ihr Ziel war es, mit den Grundsätzen „bête et méchant“ der Gesellschaft aufzuzeigen, wie dumm und boshaft sie ist, und ihr durch die Spiegelung ihrer eigenen schlechten Merkmale eben diese zu erklären.
1978 gewann Jean-Marc Reiser den „grand prix du festival d’Angoulême“, eines jährlich stattfindenden internationalen Comicfestivals.
Outline:
Begriffsdefinitionen
Stereotypen
Tradtitionelle Geschlechterrollen und –stereotypen
Frauensprache
La Bande Dessinée
Geschichte
Definition
Jean-Marc Reiser und seine Bandes Dessinées
Biographie
Jeanine
Aussehen und Charakter
Männer
Sprache
Bibliographie
Textauszug
''Er [Jean-Marc Reiser] vertrat den Anarchismus und sah die Karikatur als Aggression. In seinen Comics brach er alle Tabus. Er stellte die Unterschicht dar, Sexualität, Krankheiten, Aggression und Brutalität. Seine Comics können trotzdem in die Sparte der „Bande Dessinées satiriques“ eingeordnet werden. Diese sollen dem Leser einen Spiegel vorhalten und ihm ein karikiertes Bild von ihm selbst und seinen Fehlern zeigen.
Jean-Marc Reiser starb am 5. November 1983 als einer der bekanntesten Zeichner Frankreichs an Krebs.''
Tags:Sprache, Comic
Die Hausarbeit wurde im Rahmen des Moduls Gesellschaftsrecht im Master-Studium der BWL erstellt. Thema ist die Kapitalerhaltung von Kapitalgesellschaften.
Hausarbeit Nr. 214 |
7,655 Wörter (
ca. 19.1 Seiten ) |
22 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Kapitalgesellschaften erkaufen sich das Privileg der Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen durch die Verantwortlichkeit der Gesellschafter für das Stammkapital. Neben der ordnungsgemäßen Aufbringung des Stammkapitals, sind die Gesellschaften vor allem auch für die ordnungsgemäße Erhaltung des Stammkapitals verantwortlich. Mit dem Thema der Kapitalerhaltung wird sich diese Hausarbeit näher beschäftigen. Die Arbeit zeigt auf, was unter dem Begriff der Kaptalerhaltung zu verstehen ist und welche gesetzlichen Vorschriften vorhanden sind. Des Weiteren werden die unterschiedlichen Auffassungen, welche in der Literatur zum Thema der Kapitalerhaltung bestehen, gegenübergestellt und auf die Problemfälle eingegangen, welche bei der Norm der Kapitalerhaltung vorhanden sind. Abschließend wird auf die praktischen Schlussfolgerungen, die sich aus den jeweiligen Entscheidungen für die Handlungen der Verantwortlichen ergeben, eingegangen.
Textauszug
GESELLSCHAFTSRECHTLICHER GESAMTZUSAMMENHANG
Definition der Kapitalerhaltung
Gesetzliche Regelung der Kapitalerhaltung
Zweck der Kapitalerhaltung
AUFFASSUNGEN ZUR NORM DER KAPITALERHALTUNG
Das Auszahlungsverbot
Rechtsfolgen
Sinnhaltigkeit des Gesetztes der Kapitalerhaltung
Schlussfolgerungen zur verbotenen Einlagenrückgewähr
Schlussfolgerungen zum Erstattungsanspruch
Tags:Kapital, Kapitalerhaltung, MoMiG, Kapitalgesellschaften, GmbH, AG, Gesellschaftsrecht
In dieser Hausarbeit wurde das Thema der "Schlechtleistungen" bearbeitet. Zu den Definitionen sind leicht verständliche, erklärende Fallbeispiele gegeben.
Hausarbeit Nr. 199 |
1,159 Wörter (
ca. 2.9 Seiten ) |
1 Quelle |
2010
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Inhaltsangabe
Kommt es durch die Schlechtleistung des Arbeitnehmers zu einem Schaden, dann kann ein Schadenersatzanspruch des Arbeitgebers gemäß § 280 Abs. 1 BGB in Betracht gezogen werden. Die gilt bei nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen.
Inhalt:
1 Unterscheidung Schlechtleistung von Nichtleistung
2 Rechtliche Folgen der Schlechtleistung
2.1 Keine Entgeltminderung
2.2 Schadensersatzanspruch
3 Arbeitnehmerhaftung und Schadenausgleich
3.1 Sachschaden
3.2 Personenschaden
4 Zusammenfassung
5 Quellenverzeichnis
Textauszug
Unterscheidung Schlechtleistung von Nichtleistung:
Allgemein gesehen ist der Arbeitnehmer verpflichtet die Leistung zu erbringen, die er subjektiv im Stande ist zu erzielen. Dabei sollte er aus seinem vollen Potential an körperlichen und geistigen Fähigkeiten schöpfen und unter angemessener Ausschöpfung seiner persönlichen Leistungsfähigkeit arbeiten.
Wer seine Fähigkeiten jedoch bewusst zurückhält verletzt die Arbeitspflicht (BAG AP Nr. 27 zu § 123 GewO).
In diesem Fall hat Hr. Müller z. B. extra langsam für die Fertigstellung des Teiges gebraucht, sodass die Brote nicht rechtzeitig fertig waren.
Hierbei neigt das BAG eher zum Entschluss der Nichtleistung.
Dagegen handelt es sich um eine Schlechtleistung, wenn Hr. Müller zwar tüchtig gearbeitet hat, aber die Brote unbrauchbar sind bzw. ein mangelhaftes Ergebnis vorliegt, weil die Rezeptur des Teiges fehlerhaft war.
Tags:Berufsrecht, Arbeitnehmerhaftung
Anhand dieser Powerpoint-Präsentation wird ein Überblick über Alberto Giacomettis Leben und Werk vermittelt.
Bewertet wurde die Ausarbeitung mit "sehr gut".
Referat Nr. 211 |
600 Wörter (
ca. 1.5 Seiten ) |
13 Quellen |
2010
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Inhaltsangabe
Themeninhalte sind folgende:
1) Einleitung
2) Biografie
3) Giacomettis Kunst
3.1) Frühe Schaffensphase
3.2) Surrealismus
3.3) Eigene Stilentwicklung / Verhältnis Figur - Raum
4)Ähnlichkeiten mit anderen Künstlern und Einflüsse
4.1) Ähnlichkeiten zu Louise Bourgeois
4.2) Ähnlichkeiten zu Max Ernst
4.3) Einflüsse der Naturvölker auf Giacomettis Werke
5) Fazit
6) Quellenangaben
Textauszug
-Schweizer Maler, Bildhauer, Grafiker
-vielseitig
-durch Plastiken weltberühmt
-Urthema = Figur, isoliert oder in Beziehung stehend mit anderen
-Lebensunterhalt durch Ausstattungsarbeiten
Tags:Künstler, Alberto, Giacometti, Kunst, Figur, Surrealismus, Louise Bourgeois, Max Ernst, le main, cube, le nez
Das Manifest der Kommunistischen Partei wurde im Jahre 1847 von Karl
Marx und Friedrich Engels im Auftrag des Bundes der Kommunisten
verfasst und ist am 21. Februar 1848 in England erschienen.
Essay Nr. 112 |
4,490 Wörter (
ca. 11.2 Seiten ) |
1 Quelle |
2008
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Inhaltsangabe
Diese Arbeit beschreibt das Buch ''Manifest der kommunistischen Partei'' von Karl Marx und Friedrich Engels. Das Werk umfasst ca. 30 Seiten und ist in 4 Kapitel gegliedert. Nach der Einleitung bezieht sich das ersten Kapitel auf Gesellschaftsentwicklungen, die von Klassenkämpfen bestimmt waren. Gegensätzliche Klassen bekämpften einander: Freie und Sklaven, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigene. Im zweiten Kapitel wird auf Proletarier und Kommunisten eingegangen. Im dritten Kapitel stellen Marx und Engels andere Ansätze vor und grenzen sich aber gleichzeitig vom kleinbürgerlichen Sozialismus, vom deutschen Sozialismus und vom kritischen-utopischen Sozialismus ab. Im vierten Kapitel wird die Stellung der Kommunisten zu verschiedenen oppositionellen Parteien behandelt.
Abschließend blickt der Autor dieser Buchbeschreibung auf alte Strukturen des Kommunismus zurück und vergleicht mit heutiger Zeit.
Outline:
Gesellschaftsentwicklungen
Proletarier und Kommunisten
Sozialistische und kommunistische Literatur
Die Stellung der Kommunisten zu verschiedenen
oppositionellen Parteien
Ein Zurückblicken in alte Strukturen
Textauszug
''Der erste Schritt der Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse beginnt mit der Erkämpfung der Demokratie. Die Produktionsmittel in den Händen des Staates, der herrschenden Klasse des organisierten Proletariats werden zentralisiert. An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihrer Klassengegensätze tritt die freie Entwicklung eines jeden, mit der Notwendigkeit der Enteignung des Grundeigentums und die Errichtung industrieller Armeen; Es kommt auch zur Beseitigung von
Unterschieden zwischen Stadt und Land, öffentlich unentgeltliche
Erziehung der Kinder und Abschaffung der Jugendarbeit wird möglich
gemacht.''
Tags:Kommunismus, Politik
Wir reagieren auf Wörter und handeln danach. Diese Verbindung zwischen Denken und Sprache wurde in der Fachwissenschaft als Teil der Linguistik erforscht und mit dem Begriff „Pragmatik“ bezeichnet.
Hauptseminararbeit Nr. 135 |
5,800 Wörter (
ca. 14.5 Seiten ) |
17 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
In der vorliegenden Arbeit werden zum einen die Pragmatik und deren Teilbereiche im Allgemeinen behandelt, und zum anderen wird auf die Anwendung der Pragmatik beim Spracherwerb näher eingegangen. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den Fragen, was der Begriff bedeutet und inwiefern sich die Pragmatik von den anderen Gebieten der Linguistik unterscheidet. Es sei dabei darauf hingewiesen, dass es keine einheitliche Definition gibt. Mit den fünf klassischen Gebieten der Pragmatik, die sich aus Deixis, Präsupposition, Implikatur, Sprechakt und Konversationsstruktur zusammensetzen, beschäftigt sich das dritte Kapitel der Arbeit. Das vierte Kapitel widmet sich der Anwendung der Pragmatik beim Spracherwerb. Auch pragmatische Erwerbsprinzipien und pragmatische Störungen werden in diesem Kapitel behandelt. Abschließend wird die Arbeit zusammengefasst.
Einleitung
Pragmatik als linguistische Teildisziplin: Definitionen
Grundlagen der Pragmatik
Deixis
Präsuppositionen
Konversationelle Implikaturen
Sprechakttheorie
Spracherwerb: Die Rolle der Pragmatik beim Spracherwerb
An das Kind gerichtete Sprache
Aspekte des Erwerbs der pragmatischen Kompetenz
Pragmatische Erwerbsprinzipien
Pragmatische Störungen
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Textauszug
In diesem Aussagesatz wird dem Sprecher eine indirekte Frage gestellt. Im zweiten Satz wird deutlich, dass der Sprecher diese Frage seiner Eltern eher als Aufforderung versteht. Daraus ergeben sich zwei Handlungen, zum Einen, dass die Eltern den Sprecher zum Einsammeln und Verstauen des Nachlasses von Arne auffordern, zum Anderen versteht der Sprecher die an sich gestellte Frage richtig, ob er es erfüllt oder nicht, versprach er nicht. Im Laufe des Romans erfährt man, dass der Sprecher den Auftrag ausgeführt hat. Morphologisch könnte man die Sätze als Aussagesätze im Präteritum analysieren. Semantisch wird die wörtliche Bedeutung geklärt, was man z.B. im Deutschen unter Nachlass oder Ratlosigkeit versteht. „Die Vorstellung, die hinter der Pragmatik steht, ist jene, dass der Sprechende mit Sprache handelt oder dass Sprache eine besondere Rolle im menschlichen Handeln spielt.“ Wie wird der Begriff definiert? Linguisten sind sich einig, dass sich der Begriff nicht einheitlich definieren lasse oder es keine gültige Definition dafür gebe.
„Nicht nur die Seele ist ein weites Land, sondern auch die Pragmatik.“ So hat sich Ernst über die Pragmatik geäußert. Generell wird die Ansicht vertreten, dass sich die Pragmatik auf das menschliche Handeln im Allgemeinen bezieht, und Pragmalinguistik der engere beziehungsweise auf das menschliche Handeln mit Sprache eingeengte Unterbegriff ist . Allerdings wird diese These nicht von allen Linguisten geteilt. Zuerst will Ernst den Begriff selbst definieren und geht von dem der Bezeichnung zu Grunde liegenden griechischen Etymon „Pragma= Tun, Handeln [...]“ aus. Damit ist er der Ansicht, dass die Pragmatik die Lehre vom menschlichen Handeln sei. Diese Auffassung sieht er für die Linguistik zu umfangreich und fügt eine weitere Definition hinzu: „Pragmalinguistik ist die Lehre vom menschlichen Handeln mit Sprache. Als solche ist sie Teil der Pragmatik, der Lehre vom menschlichen Handeln“. Nach diesen Definitionen könnte man auch die beiden Begriffe Pragmatik und Pragmalinguistik in Verbindung bringen. Wir dürfen, laut Ernst, Pragmatik und Pragmalinguistik nicht ohne weiteres gleichsetzen. Da das Verhältnis der beiden Richtungen zueinander hinterfragt werden muss.
Bei allen Definitionen kommt oft das Wort handeln vor. Ist damit „alles, was die Menschen im Alltag tun“ gemeint? Hier ist es sinnvoll die Fragen zu beantworten, was Handlung und was sprachliches Handeln sind. „Am Ausgangspunkt einer pragmalinguistischen Sicht auf Sprache, in der Sprechen eine Art von Handeln ist, steht der Begriff der Handlung“. Allgemein können wir, wie schon erwähnt, sagen, dass alles was die Menschen im Alltag tun Handeln ist. Essen, Schlafen, Lesen, Kochen, Einkaufen und zahlreiche andere Tätigkeiten sind menschliches Handeln. Holly fast zusammen, was ein sinnhafter Handlungsbegriff wäre:
Handlungen interpretationsabhängige, sinnhafte, gerichtete, kontrollierbare und zu verantwortende komplexe Tätigkeiten oder Unterlassungen, die durch Zuordnung zu Handlungsmustern verstanden werden können, weil sie durch soziale Regeln eingespielt.
Tags:Sprache, Germanistik, deutsche Sprache
In dieser Arbeit geht es um Rossinis Sei Sonate a quattro, eine seiner ältesten erhaltenen Kompositionen, die ursprünglich für zwei Violinen, Violoncello und Kontrabass konzipiert wurden.
Hausarbeit Nr. 88 |
1,820 Wörter (
ca. 4.6 Seiten ) |
7 Quellen |
2006
$ 6.95
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Inhaltsangabe
Im Sommer 1804 komponierte Rosini im Alter von zwölf Jahren laut eigenen Angaben in nur drei Tagen seine Sei Sonate a quattro als Gast von und für Agostino Triossi, seinem befreundetem Mäzen und Amateur-Kontrabassisten, in Conventello, nahe Ravenna, wo sie im Zuge regelmäßiger Musikabende durch Rossini (zweite Violine), Triossi selbst (Kontrabass) und zwei von dessen Cousins (erste Violine, Violoncello) auch aufgeführt wurden. Jahre später bezeichnete der Komponist diese Jugendwerke in einer schriftlichen Anmerkung im Autografen als „orrende“ (fürchterlich), rechtfertigte sich gleichzeitig damit, damals noch keine Ausbildung im Generalbasssatz gehabt zu haben, und bekrittelte die „cagnescamente“ (hundshafte) Aufführung, wobei er selbst noch „il meno cane“ (der geringste Hund) gewesen sei.
Es ist also anzunehmen, dass Gioacchino Rossini diese frühen Werke in Hinblick auf die mögliche Besetzung – insbesondere für Triossis Kontrabass – auf solch für 1804 unkonventionelle, nicht mehr ganz zeitgemäße Weise geschrieben hat.
Der Autor erklärt Editionen und Aufführungspraxis, geht auf den Titel und Struktur ein und schreibt nach ausführlicher Analyse sein sehr interessantes Resümee über Rosinis Sonate.
Textauszug
"Erst nach der Wiederentdeckung durch Alfredo Casella 1942 in der Library of Congress, Washington DC, erschien die Komposition 1954 in der Originalfassung in Quaderni Rossiniani, editiert von Lino Liviabella mit Vorwort von Alfredo Bonaccorsi. Bis dahin waren nur fünf der sechs Sonate a quattro für die klassische Streichquartettbesetzung (zwei Violinen, Viola, Violoncello) aus 1826 für Flötenquartett (Flöte, Violine, Viola, Violoncello) 1828 und für Bläserquartett (Flöte, Klarinette, Horn, Fagott), erstmals erschienen 1828-29, bekannt. Ob diese anonymen Transkriptionen von Rossini selbst stammen darf nicht zuletzt aufgrund der Notizen im Autografen des Originals und der Tatsachen, dass die Werke für einen Kontrabassisten geschrieben wurden und zumeist die Sonata No. 3 fehlt, stark bezweifelt werden. »Bonaccorsi pointed out that it was significant that the third sonata had been omitted, since it includes a set of variations for double bass which would lose their point when played on any other instrument.« Heute werden die Sei Sonate a quattro hauptsächlich im Streichorchester aufgeführt.''
Tags:Musik, Oper, Klassische Musik
In dieser Arbeit werden durch eine ausgeprägte Literaturrecherche die ikonographischen Veränderungen der Kriegsfotografie von den frühen Kriegen des 19. Jahrhunderts bis zu den postmodernen Kriegen der Gegenwart wiedergegeben.
Diplomarbeit Nr. 58 |
28,750 Wörter (
ca. 71.9 Seiten ) |
66 Quellen |
2007
$ 19.95
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Inhaltsangabe
150 Jahre liegen zwischen den Anfängen der Kriegsfotografie im Krimkrieg von 1853 und der High-Tech Kriegsbildberichterstattung im Irakkrieg von 2003. Dennoch haben diese Kriege, wie auch alle zwischen ihnen liegenden, einen gemeinsamen Nenner: Sie alle versuchten, das Medium der Fotografie nicht für kulturelle, sondern vornehmlich für militärische und propagandistische Zwecke zu gebrauchen.
Die propagandistische Nutzung des Mediums Fotografie entlarvt nämlich auch dessen Schwäche: Zwar täuschen die fotografischen Abbildungen physischer Ereignisse Authentizität vor – ob die abgebildeten Ereignisse aber der Wirklichkeit entsprechen, lässt sich ihnen nicht entnehmen. In diesem Zusammenhang soll vor allem die Rolle der Bildlegende im Rezeptionskontext des Bildes näher untersucht werden.
Gerhard Paul vertritt die Ansicht, dass sich „sowohl der industrialisierte Krieg der Vergangenheit als auch der elektronische Krieg der Gegenwart letztlich der bildlichen Repräsentation entzieht“. Somit sind alle in der Kriegsbildberichterstattung gefertigten Bilder im Endeffekt nur Versuche, dem Krieg ein Gesicht zu verpassen – sei es ein humanisiertes, ästhetisiertes, entkörperlichtes oder entbrutalisiertes. Das prinzipiell antizivilisierte Ereignis Krieg sollte durch den Einsatz der visuellen Abbildung eine zivilisierte Form einnehmen – wenn auch nur in den Köpfen der Betrachter dieser Fotografien. Sie gaben ihm eine Ordnungsstruktur, die der Krieg per se nicht hat.
Neben dem offiziell vermittelten Bild des Krieges gelangte aber auch immer wieder sein inoffizielles, tabuisiertes Gesicht an die Öffentlichkeit. Von Kriegsgegnern aus eigenen Reihen oder als Propagandawaffe der gegnerischen Seite produziert, zeigten sie statt Militärparaden die zerstörten Schlachtfelder. Statt den Soldaten als Helden zu sehen, zeigten sie von Saldaten entstellte Kriegsopfer oder eine Leiche, statt Gewinn, war nur Verlust zu sehen.
Ein weiterer Aspekt, den diese Arbeit verfolgt, ist die Frage nach den Beweggründen für oder gegen die Darstellung von Leid, Tod und Gewalt in den Fotografien des Krieges. Warum wird Leiden in den Kriegsbildern dargestellt? Wie wird es rezipiert? Welche Rolle spielen die Massenmedien dabei?
Siegfried Kracauer beschäftigte sich bereits 1927 mit den Möglichkeiten der Fotografie und ihren Platz in den Massenmedien und stellte dabei kritisch fest, dass die künstlichen Bilder der Realität die eigentliche Realität ablösen würden. Ein weiterer Kritikpunkt an der Fotografie war, dass sie die Realität aus dem Zusammenhang bringen würde: „Die »Bildidee« vertreibt die Idee, das Schneegestöber der Photographien verrät die Gleichgültigkeit gegen das mit den Sachen Gemeinte.“
Jeder Krieg kreierte dabei eine eigene ikonographische Identität, einen ästhetischen Code, den der Mensch bis heute mit dem Wort Krieg assoziiert. Seien es die Grabenkämpfe aus den Fronten des Ersten Weltkriegs, die Bilder des von sowjetischen Soldaten eingenommenen Berliner Reichstags am Ende des Zweiten Weltkriegs, die Atombombenaufwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, das Bild des gefallenen Soldaten im Moment seines Todes aus dem spanischen Bürgerkrieg, die Straßenexekution eines Vietkonganhängers durch den Südvietnamesischen Polizeichef oder der Sturz der Saddam Statue in Bagdad – es sind allesamt Bilder, die die Rezeption des Krieges während und nach der Kampfhandlungen maßgeblich beeinflusst haben.
Das 19. Jahrhundert war das Zeitalter der industriellen Revolution, löste durch die Erfindung der Fotografie aber auch eine visuelle Revolution aus, die die Wahrnehmung der Menschen fundamental veränderte. Wurde die Fotografie im frühen 19. Jahrhundert wegen ihrer im Gegensatz zur Malerei maschinellen Bildproduktion noch als „Teufelskunst“ in Frage gestellt, trat ihr medialer Siegeszug dennoch innerhalb weniger Jahrzehnte ein. Was zuvor als Wirklichkeit wahrgenommen wurde, waren Dinge, derer sich der Mensch mit seinen eigene Augen vergegenwärtigen konnte. Durch die technisch erzeugten und beliebig reproduzierbaren Bilder, die die Fotografie fertigte, wurde die visuelle Welterfahrung nach außen hin, über den eigenen Lebenshorizont und dessen Wirklichkeit hinaus, ausgeweitet. Die Fotografie vermittelte dem Menschen die Illusion, Teilnehmer der darin abgebildeten Wirklichkeit zu sein, ohne sich dabei jedoch auf eine physische Empfindung stützen zu müssen. Die Kraft der Bilder, neue, authentisch erscheinende Realitäten zu kreieren, wurde auch von den politischen Machthabern erkannt und zum Zwecke der Kriegsdokumentation und Propaganda gebraucht. Während in den Kriegen des 19. Jahrhunderts, dem Krimkrieg und dem Amerikanischen Bürgerkrieg die Möglichkeiten der Fotografie (auch bedingt durch das frühe technische Entwicklungsstadium der Fotoapparate) nur vereinzelt voll ausgenutzt wurden, vollbrachten die frühen industrialisierten Kriege des 20. Jahrhunderts, der Erste und Zweite Weltkrieg, einen Quantensprung im Gebrauch der Fotografie zu den Zwecken der Kriegsführung. Die technischen Möglichkeiten wurden immer größer, womit auch die Möglichkeit der Bilder, eine modifizierte Realität zu kreieren, expliziter genutzt wurde. In den folgenden Kriegen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, dem spanischen Bürgerkrieg, dem Vietnamkrieg wie den Golfkriegen von 1991 und 2003 wurden die Techniken zur Bildpropaganda und der militärischen Kontrolle über die Bildhoheit im Krieg noch mehr erweitert und effektiver ausgeübt. Diese Arbeit soll durch die chronologische Behandlung der Kriege die Entwicklung der Kriegsfotografie u.a. geschichtlich nachvollziehbar machen.
Outline:
Vorwort
Erkenntnisinteresse
Theorie
Die Kriegsfotografie im 19. Jahrhundert
Der Krim-Krieg (1853-1856)
Der amerikanische Bürgerkrieg (1861-1865)
Fotografie im 1. Weltkrieg (1914 – 1918)
Der mediatisierte Krieg
Deutsche Kriegsfotografie
Alliierte Kriegsfotografie
Fotografie im Spanischen Bürgerkrieg (1936 – 1939)
Der erste Medienkrieg
Republikanische Kriegsfotografie
Franquistische Kriegsfotografie
Fotografie im Zweiten Weltkrieg (1939 – 1945)
Der moderne Propagandakrieg
Nationalsozialistische Kriegsfotografie
Alliierte Kriegsfotografie
Sowjetische Kriegsfotografie
Fotografie im Vietnam Krieg (1964 – 1973)
Der massenkulturelle Krieg
Amerikanische Kriegsfotografie
Nordvietnamesische Kriegsfotografie
Fotografie im Golf Krieg (1991)
Der postmoderne Krieg
Amerikanische Kriegsfotografie
Irakische Kriegsfotografie
Fotografie im Irak Krieg (2003)
Der präventive Krieg
Amerikanische Kriegsfotografie
Irakische Kriegsfotografie
Resümee
Wie verändert die Bildlegende den Rezeptionskontext eines Bildes?
Warum wird das Leiden in der Kriegsfotografie dargestellt?
Literaturverzeichnis
Textauszug
Im 19. Jahrhundert fand durch die ansteigende Industrialisierung, die Entwicklung der Fotografie und anderer technischer Innovationen auch eine Veränderung im Kriegswesen statt und leitete das Zeitalter der „modernen Kriege“ ein. Diese zeichnen sich vor allem durch ihren Einsatz von Massenheeren, industrialisierter und technisierter Kriegsführung mittels neuer mechanischer Waffen wie dem Maschinengewehr sowie moderner Kommunikationsmedien wie Telegrafie oder Fotografie aus.
Für die Rekrutierung von Massenheeren brauchte es ein Medium, dass das Volk in den Krieg mit einzubeziehen vermochte. Die Fotografie spielte in diesem Prozess schon von Anbeginn einen Hauptbestandteil in der medialen Kriegspropaganda. Im Gegensatz zur bisher üblichen Schlachtenmalerei nahm man von der Fotografie an, dass sie, im Gegensatz zur Malerei, den Krieg objektiv darzustellen vermochte, ein wirklichkeitsgetreues Bild des Krieges wiedergeben konnte und zugleich die zu rekrutierenden Rezipienten zu begeistern wusste. Aufgrund der technischen Grenzen der frühen Fotografie, vor allem durch die schweren und übergroßen ersten Fotoapparaten und der zweitaufwendigen Belichtungs- und Drucktechnik, eignete sie sich für eine militärisch-propagandistische Verwendung in den Kriegen des 19. Jahrhunderts jedoch nur bedingt: Der Fotograf war mit seinen Apparaturen schlichtweg zu langsam, um die Momentaufnahmen eines Gefechtes einzufangen. So ließen sich nur ruhende Handlungen festhalten, wie z.B. Waffen und Gerätschaften, die Lagerplätze der Soldaten, verlassene Gefechtsfelder, Dörfer und Straßen, Truppenversammlungen oder Portraits von Offizieren.
Dennoch wurden Krieg und Fotografie bereits in der Frühphase der Kriegsfotografie zu „kongruenten Betätigungen“ , die das Verhältnis des Menschen zu Krieg wie fotografischem Bild dauerhaft veränderten. Der Krieg wurde den Erzählungen und Malereien entrissen und „als Bild in die Lebenszusammenhänge der Menschen eingefügt“.
Als erster Krieg dieser Art ist der Krim-Krieg (1853-1856) zu nennen. Geführt von einer englisch-französisch-türkischen Koalition, die gegen die russischen Expansionsbestrebungen auf der Krim vorging, stellt er den Anfangspunkt der modernen, industrialisierten Kriegsführung da, der sich auch den Mitteln der Fotografie bemächtigte. Der Krim-Krieg war der erste Krieg des Industriezeitalters und durch seine Miteinbeziehung von Fotografen und Journalisten auch der erste Pressekrieg.
Während auf russischer Seite keine Ambitionen gezeigt wurden, den Krieg zu dokumentieren und medial zu verarbeiten, berichteten auf Seite der westlichen Koalition insgesamt 15 Photographen über den Feldzug für ihre Heimatländer, unter Anderem die Briten James Robertson und Roger Fenton sowie die Franzosen Jean-Baptiste-Hendri Durand-Brager sowie George Shaw Lefèvre.
Vor allem die Bilder Roger Fentons, die in ihrer Ästhetik den zeitgenössischen Geschmack der Briten und Franzosen widerspiegelte, formten in ihren Abbildungs- und Deutungsmuster den Stil der Kriegsfotografie bis in das 20. Jahrhundert und gingen als exemplarische Vertreter in die Geschichte der Kriegsfotografie ein.
Tags:Politik, Medien, Psychologie, Soziologie, Propaganda, Kriegspropaganda
Die Autoren beschäftigen sich mit dem Besteck für Kinder mit beginnender externer Nahrungsaufnahme durch die Mutter bis zum etwa Zehnjährigen, in verstärktem Maß mit den Kleinkindern bis zum vierten Lebensjahr.
Seminararbeit Nr. 101 |
6,500 Wörter (
ca. 16.3 Seiten ) |
8 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
„Messer, Gabel, Schere, Licht, sind für kleine Kinder nicht." Mit dieser historischen Weisheit von Wilhelm Busch wollte der Literat in erster Linie auf die Verletzungsgefahr hinweisen. Heutzutage weiß man jedoch aus pädagogischer Sicht, dass Kinder spielerisch die Gefahr einschätzen lernen sollen. Man muss ihnen tatsächlich die Chance dazu geben. Jedoch bis zum frühen 18.Jahrhundert sind z.B. spezielle Bestecke für Kinder nicht anzutreffen, auch nicht in der Literatur.
Erst ab dem Zeitalter des Strukturwandels der europäischen Gesellschaften gegen Ende des 18.Jahrhunderts gelang es, Kinder in das Spannungsfeld zwischen familiären wirtschaftlichen und (national) staatlichen Interessen zu rücken.
Im Zuge der Übungen dieser universitären Veranstaltung widmete sich die Gruppe der Autoren dieser Arbeit verstärkt der Literatursuche und zwar zunächst für das von uns selbst gewählten Thema „Ernährung“. Sie suchten in der ersten Phase im Internet jede/r für sich, recherchierten gemeinsam im Internet. Doch die Ausbeute war jedes Mal gering bis kaum vorhanden. Sie mussten zur Kenntnis nehmen, dass es das Thema Kinderernährung, so wie wir sie in unserer modernen Gesellschaft kennen, vor dem 18.Jahrhundert nicht gab, bzw. dass sogar der Kindheit insgesamt vor dieser Zeit in der Literatur kaum Beachtung geschenkt wurde. Kinder wurden als „kleine Erwachsene“ gesehen und nahmen - sobald sie alt und geschickt genug waren - bei Tisch Speisen und Getränke wie die Erwachsenen ein.
Das Thema Kindernährung wurde also von der Gruppe sehr rasch fallen gelassen, einfach weil es spezielle Kindernahrung vor 200 Jahren nicht gab.
Produkte der Firmen HIPP, Milupa, Alete, etc gibt es erst seit gut 70 Jahren. Besonders auffällig ist heutzutage, dass das Kindermenü dem „Fastfood“ der Erwachsenen im Design angeglichen und kindgerecht vorbereitet ist: es muss lediglich aufgewärmt werden. Eine herkömmliche Zubereitung der Kindernahrung entfällt.
Die Gruppe von Autoren hat sich daraufhin entschlossen, stattdessen das Thema „Hilfs- und Transportmittel“ der Kinderernährung zu wählen, zunächst vom Behältnis der Nahrung (Teller, Topf, Schüssel usw.) bis zum Mund – schließlich aber speziell das Kinderbesteck zu bearbeiten und einerseits
a) die Plastikform (modern) und andererseits
b) das Silberbesteck (historisch),
in Phase zwei einer Artefaktanalyse zu unterziehen.
Ein Artefakt ist ein künstlich hergestelltes Objekt. Ein Objekt, welches zum Betrachter spricht. Es wird daher die latente Struktur dieser beiden Objekte gegenübergestellt, und analysiert. Dabei interessiert, welches gesellschaftliche Handeln sich zeigt bzw. ergibt.
In Gruppenarbeiten war die Möglichkeit gegeben, die erste Artefaktanalyse aufzubereiten. Besonders interessant war dabei, wie unser Blick nun auf das geschärft wurde, was der gewählte Gegenstand erzählt.
Jedem begegnen täglich solche Objekte, z.B. am Flohmarkt, und auch bei uns zu Hause. Durch dieses Seminar wurde die Sichtweise auf Objekte eines jeden einzelnen Studenten verändert. Man sah plötzlich was dahinter steckt, was uns der Gegenstand erzählt bzw. wie er zu einem spricht. Natürlich immer verbunden mit eingehender Literaturrecherche. Es wurde auch die Erfahrung gemacht, dass der Gegenstand alleine uns „nicht alles erzählen kann“. Erst durch das Erfahren von den Zeitumständen bzw. der damaligen Gesellschaft kann eine schlüssige Artefaktanalyse durchgeführt werden.
Outline:
Einleitung
Hauptteil:
Historisches
Erste Artfaktanalyse: Kinderbesteck aus Silber
Interview mit den Eltern des 8 Monate alten Giuliano
Modernes Kinderbesteck
Die Entdeckung der Kindheit
Zweite Artefaktanalyse
Zusammenfassung
Literaturliste
Abbildungsverzeichnis/Internetadressen
Textauszug
''Adam und Eva benötigten weder Löffel noch Messer oder Gabel. Für den ersten Sündenfall genügte es, mit der Hand die Frucht vom verbotenen Baum zu pflücken und hinein zu beißen. Wehe, wenn sich jemand heutzutage so benimmt wie unsere Stammeltern und das exklusive kalte Buffet mit bloßen Fingern plündert!
Dieser faux pas hat für den Übeltäter nämlich Ähnliches zur Folge: die Vertreibung aus dem Gourmet-Paradies.
Wie lange es gedauert hat, bis sich die Menschheit entschlossen hat, ihre Nahrung mit Werkzeug mundgerecht zu machen, wissen wir nicht. Aber die Beschreibung der im Laufe der Geschichte entstandenen (und entstehenden) Geräte und Materialien und deren Herstellung, die Sitten und Zeremonien, Gewohnheiten und Moden rund um die Nahrungsaufnahme, füllen Bibliotheken.
„Ältestes ausschließlich zur Nahrungsaufnahme bestimmtes Gerät ist der Löffel.“ schreibt Susanne Prinz. Er wurde aus Holz oder Metall (Eisen, Edelmetalle) hergestellt und war für das Vorlegen von Speisen einerseits und „für Mundgerechtes, Weiches, mühe- und gedankenlos zu Schluckendes“ gedacht.
Fleisch wurde mit dem Messer (Karl der Große verwendete angeblich sein Schwert dazu) in kleine Stücke zerteilt und mit den Fingern gegessen. Schon lange bevor es zum Essbesteck gehörte, war das Messer zum Tranchieren und Vorlegen großer Fleischstücke in Verwendung.''
Tags:Geschichte, Artefakte
In dieser Arbeit im Rahmen des Proseminars „Historische Methoden“ geht es um das Inventar einer „Schreiber Keuschen am untern Hardt“ aus dem Jahre 1715.
Seminararbeit Nr. 95 |
2,308 Wörter (
ca. 5.8 Seiten ) |
7 Quellen |
2007
$ 7.95
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Inhaltsangabe
Hauptsächlich stellt die Arbeit das Transkribieren dar, die weiteren Punkte sind die Interpretation des Transkribierten, das Erfassen des Bestands, Auskünfte über den Beruf des Bauers und dessen Hof, sowie eine Zusammenfassung und ein Rückblick auf das absolvierte Proseminar.
Aus dem Inventarbericht geht hervor, dass Hardt ein Dorf ist, das „ausser den Marckht Secau“ gelegen ist. Die Schreiber Keuschen selbst liegt am „untern Hardt“. Im „Topographisch- statistischen Lexikon von Steiermark “ (Stand von 1978) ist Hart Ortschaft der Katastralgemeinde Neuhofen und wurden nach Seckau eingepgfarrt und eingeschult. Da es bereits 1978 nur 26 Häuser und 148 Menschen in Hardt gab, kann man schlussfolgern, dass es zur Zeit des Inventarberichts nicht viel anders ausschaute und Hart ein eher kleines Dorf ist. Hart liegt 15 Minuten von Seckau entfernt an der Gemeindestraße und am Seinmüllerbach, am Fuße des Sonnenwendwaldes. Die Landschaft rund um Hart und Seckau ist eher eben, zum Teil ein bisschen hügelig. Seckau selbst liegt am Südfuß der Seckauer Alpen in einem Seitental des Murtals.
Das „Dombstüfft“ Seckau ist seit mehr als 850 Jahren eines der Wahrzeichen der Steiermark. 1140 wurde das Kloster als Augustiner-Chorherren-Stift gegründet und 1142 nach Seckau verlegt. Der erste Bischof von Seckau wurde Karl, Propst zu Friesach, welcher im Jahre 1217 die Verwaltung des eigenen Bistums übernahm. Das Bistum hatte aber nur geringe Ausdehnung. Nach der Aufhebung durch Josef II. 1883 wurde das Kloster von Beuroner Benediktinermönchen wiederbesiedelt.
1660 wurde Seckau dann zur Marktgemeinde erhoben.
Outline:
Einleitung
Transkription
Interpretation
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Aus dem Text geht hervor, dass der im Jahre 1714 in der Contagion verstorbene Ruepp Schmäll eine „Schreibers Keuschen“ am unteren Hart bei Seckau hinterlässt.
Eines der Probleme, die sich stellen, ist, dass der Verstorbene weder eine Frau, noch eheliche Leibserben hinterlässt. So geht das Erbe an seine zwei Schwestern, Christina und Katharina. Sehr lange kann er die Keuschen nicht besessen haben, da der Kaufbrief aus dem Jahre 1712, also zwei Jahre vor seinem Tod, stammt. Wie alt der Bauer ist, bzw. wann er seine Ehefrau geheiratet hat, geht aus dem Text nicht hervor. Bei den Dokumenten scheint zwar ein „Heyraths Briff“ auf, ein Datum wird allerdings nicht angegeben.
Aus der „Schätzung der Wahrnus“ geht hervor, dass die hauptsächlichen Arbeitsgebiete des Bauers die Forstwirtschaft und die Viehzucht sind.
Bei der Bestandsaufnahme kann man zwar feststellen, dass der derzeitige Bestand an Tieren nicht sehr groß ist; das Ehepaar besitzt nur eine Kuh, ein Schaf, ein Lamm und eine junge Ziege. Wenn man sich allerdings die Gerätschaften ansieht, die der Bauer am Hof hat, kann man erkennen, dass er sich im Bereich der Viehzucht entweder in den vergangenen Jahren unter anderem auf Schafe und die Weiterverarbeitung von Fleisch und Wolle konzentriert hat, oder dies aber auch erst vorgehabt hätte und ihm nur die finanziellen Mittel fehlen, um sich zwei Jahre nach dem Kauf des Hofes mehr Vieh anzuschaffen. Schafwolle ist ein wichtiges textiles Rohmaterial, das seit vorgeschichtlicher Zeit zur Stoffherstellung gebraucht wurde.
Grund zur Annahme, dass er sich unter anderem auf das Geschäft mit Wolle konzentriert hatte, gibt mir auch die Liste der Schulden im Bestandsbericht, in der er einem Weber Meister und einem Weber Knappen Geld schuldet. Die Wolle, die seine Frau daheim nicht gesponnen hat, hat er also weiterverkauft, oder aber, wie in dem Falle, weiterverarbeiten lassen.
Neben einer „Woll Schär“ und einer „Haar Häckhl“ findet man am Hof 3 Spinnräder, sowie „2 bessere deto“ und „Item ein Spünrath“, was meines Erachtens nach viel ist. Vielleicht spinnt aber auch die Bäurin die Wolle von den Höfen der Nachbarschaft als zweite Einnahmequelle, oder die Räder sind Erbstücke- das wären mögliche Erklärungen für das Vorhandensein so vieler Spinnräder.''
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